Angewandte Chemie

Cover image for Vol. 112 Issue 24

December 15, 2000

Volume 112, Issue 24

Pages 4561–4792

    1. Titelbild (page 4561)

      Burckhard Seelig, Sonja Keiper, Friedrich Stuhlmann and Andres Jäschke

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4561::AID-ANGE4561>3.0.CO;2-O

    2. Neue Anwendungen für polyfunktionalisierte Organometallverbindungen in der organischen Synthese (pages 4584–4606)

      Andreas Boudier, Lars Olav Bromm, Matthias Lotz and Paul Knochel

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4584::AID-ANGE4584>3.0.CO;2-2

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      Mehrstufige Synthesen ohne komplexe Schutzgruppenstrategien durchzuführen ist ein Ideal der Synthesechemie. Dies ist mit funktionalisierten Organometallverbindungen möglich! Organozinkverbindungen sind hierfür dank ihrer hohen Toleranz gegenüber funktionellen Gruppen besonders geeignet, und es gibt bereits zahlreiche Anwendungsbeispiele. So müssen bei Reaktion (1) die Carbonylgruppen der beiden Substrate nicht geschützt werden. Weitere Themen des Aufsatzes sind die Anwendungsbreite und die Grenzen der Chemie funktionalisierter Organomagnesium- und Organolithiumverbindungen.

    3. Elektronenspinpolarisation und zeitaufgelöste Elektronenspinresonanz: Anwendungen auf die Paradigmen der molekularen und supramolekularen Photochemie (pages 4608–4634)

      Nicholas J. Turro, Mark H. Kleinman and Erdem Karatekin

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4608::AID-ANGE4608>3.0.CO;2-P

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      Triplettspezies, Radikalpaare und Radikale in molekularen und supramolekularen Systemen, die im Verlauf photochemischer Reaktionen auftreten, können durch Nutzung der Elektronenspinpolarisation direkt mechanistisch untersucht werden. Die Erfolge dieser zeitaufgelösten Form der EPR-Spektroskopie werden hier vorgestellt. Das Bild zeigt den Einfluss einer micellaren Umgebung (unten) auf das Spektrum des angegebenen Triplett-Radikalpaars.

    4. Wie die Kapillarelektrophorese das menschliche Genom sequenzierte (pages 4635–4640)

      Norman J. Dovichi and Jianzhoug Zhang

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4635::AID-ANGE4635>3.0.CO;2-0

      Eine Revolution in der Geschichte der Wissenschaft ist die Bestimmung der Sequenz des menschlichen Genoms. Die Kapillarelektrophorese ist ein wichtiges Werkzeug, das die DNA-Sequenzierung drastisch verändert und die Vollendung der Genomsequenzierung weit vor dem geplanten Zeitpunkt und weit unter dem erwarteten Etat ermöglicht hat. Die Entwicklung von Multikapillargeräten mit einer Hüllstromküvette zur laserinduzierten Fluoreszenzdetektion war ein wichtiger Schritt für die Entwicklung dieser Technik.

    5. Das pharmazeutische Potential manganhaltiger Superoxid-Dismutase-Mimetika (pages 4641–4642)

      Roland Krämer

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4641::AID-ANGE4641>3.0.CO;2-M

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      Oxidativer Stress und zu viele Superoxid-Radikalanionen O2. können beachtliche Schäden in Organismen hervorrufen. Superoxid-Dismutasen (SODs) mit Mn- oder Cu/Zn-Zentren können die Anreicherung von Radikalen unterdrücken. Hier werden SOD-Mimetika wie 1 beschrieben, die möglicherweise für die Behandlung einer Reihe von entzündlichen und kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt werden können.

    6. Wie lässt sich der metallische Ferromagnetismus verstehen? Der itinerante Ferromagnetismus der Übergangsmetalle – unser theoretisches Verständnis (pages 4643–4647)

      Gernot Stollhoff

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4643::AID-ANGE4643>3.0.CO;2-A

      Ein vereinheitlichtes Bild des itineranten Ferromagnetismus der Übergangsmetalle, das Rechnungen mit Modell-Hamilton-Operatoren wie Dichtefunktionalrechnungen berücksichtigt, kann sowohl die Unterschiede der einzelnen Metalle als auch die Schwächen der jeweiligen Verfahren erklären. Außerdem wird erläutert, warum eine vor kurzem vorgeschlagene Erklärung von Landrum und Dronskowski für das Phänomen nicht zu diesem Bild passt und falsch ist.

    7. Replik (pages 4647–4649)

      Gregory A. Landrum and Richard Dronskowski

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4647::AID-ANGE4647>3.0.CO;2-N

      Die Sprachen der Chemiker und Physiker sind manchmal verschiedener als die Aussagen. Dies wird als eine Erklärung für den Angriff von G. Stollhoff auf einen Übersichtsartikel von Landrum und Dronskowski angeboten. Das Resümee ist: „Ganz sicher brauchen wir mehr Brücken zwischen Theoretischer Physik und Chemie.“

    8. Complete Structural Characterization by Ab Initio X-Ray Powder Diffraction of [{Re(μ-H)(CO)4}n] and [{Re(μ-H)(CO)4}6], Inorganic Analogues of Polyethylene and Cyclohexane (pages 4651–4654)

      Norberto Masciocchi, Giuseppe D'Alfonso, Luca Garavaglia and Angelo Sironi

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4651::AID-ANGE4651>3.0.CO;2-K

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      Die Kombination von gitterrestriktiven Kraftfeldrechnungen und Ab-initio-Pulverbeugungsmethoden ermöglichte die vollständige Charakterisierung zweier neuartiger Mitglieder der [{ReH(CO)4}n]-Familie (gezeigt ist die Struktur von [Re2(μ-H)2(CO)8]). Die Reihe anorganischer Analoga zu (CH2)n reicht damit vom „Ethylen“ bis zum „Polyethylen“.

    9. Annelated Heptathiophene: A Fragment of a Carbon–Sulfur Helix (pages 4655–4657)

      Andrzej Rajca, Hua Wang, Maren Pink and Suchada Rajca

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4655::AID-ANGE4655>3.0.CO;2-X

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      Durch eine iterative Route wurde das Oligothiophen 1, ein Kohlenstoff-Schwefel(C2S)-Helicen-Fragment, hergestellt. Kennzeichnend für die Eigenschaften von 1 sind die kreuzkonjugierten anellierten Thiophenringe.

    10. Towards the DRED of Resin-Supported Combinatorial Libraries: A Non-Invasive Methodology Based on Bead Self-Encoding and Multispectral Imaging (pages 4657–4659)

      Hicham Fenniri, Hartmut G. Hedderich, Kenneth S. Haber, Jihane Achkar, Brian Taylor and Dor Ben-Amotz

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4657::AID-ANGE4657>3.0.CO;2-L

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      Auf einem Maskenball mit tausenden Gästen den richtigen zu finden, ist zumindest auf molekularer Ebene möglich: Durch Multispektral-Bildgebung können Harzkügelchen einer kombinatorischen Bibliothek, unabhängig von der Beladung, anhand des Fingerprintbereichs in den Schwingungsspektren ihrer Polymerbestandteile identifiziert werden. Dies ist die Grundlage einer rekursiven Strategie zur Entschlüsselung kombinatorischer Bibliotheken, die durch Split-Synthese erzeugt wurden.

    11. Polymorphism in p-Hydroxybenzoic Acid: The Effect of Intermolecular Hydrogen Bonding in Controlling Proton Order versus Disorder in the Carboxylic Acid Dimer Motif (pages 4659–4662)

      Benson M. Kariuki, Clare L. Bauer, Kenneth D. M. Harris and Simon J. Teat

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4659::AID-ANGE4659>3.0.CO;2-9

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      Mit Synchrotronstrahlungsbeugung an Mikrokristallen wurde die Kristallstruktur einer polymorphen Form von p-Hydroxybenzoesäure bestimmt (siehe Bild). Sie unterscheidet sich insofern deutlich von der bisher bekannten, als intermolekulare Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Carboxy- und Hydroxygruppen auftreten. Als Folge davon wird auch keine Fehlordnung der Protonen in der Carboxygruppen-Dimer-Einheit beobachtet.

    12. Structure Determination of an Oligopeptide Directly from Powder Diffraction Data (pages 4662–4665)

      Emilio Tedesco, Giles W. Turner, Kenneth D. M. Harris, Roy L. Johnston and Benson M. Kariuki

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4662::AID-ANGE4662>3.0.CO;2-C

      Mit einer Realraum-Strategie, bei der unter Verwendung eines genetischen Algorithmus und unter lokaler Minimierung von Rwp die beste Strukturlösung auf der Rwp-Hyperfläche gesucht wird, wurde die Struktur des Oligopeptids Phe-Gly-Gly-Phe im Kristall direkt aus Pulverbeugungsdaten ermittelt.

    13. Aromatic Aminations by Heterogeneous Ni0/C Catalysis (pages 4666–4668)

      Bruce H. Lipshutz and Hiroshi Ueda

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4666::AID-ANGE4666>3.0.CO;2-P

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      Kostengünstig und umweltfreundlich! Alternativ zu der mit Pd0 oder Ni0 homogenkatalysierten Aminierung von halogenierten Arenen ist eine Methode entwickelt worden, die den Einsatz preisgünstiger Chlorarene erlaubt: eine heterogenkatalytisch vermittelte Aminierung unter Verwendung eines sehr günstigen Nickel-Aktivkohle-Katalysators (siehe Schema; DPPF=1,1′-Bis(diphenylphosphanyl)ferrocen).

    14. Application of a Spin-Labeled Spin-Trap to the Detection of Nitric Oxide (NO) (pages 4668–4670)

      Lucien Marx and André Rassat

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4668::AID-ANGE4668>3.0.CO;2-D

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      Der empfindliche Nachweis von Reaktionsprodukten ist eine mögliche Anwendung für Diradikale als „spinmarkierte Spinfallen“. Wenn ein Diradikal wie 1 mit NO reagiert, ändert sich nicht nur das EPR-Spektrum von einer einzigen, breiten zu drei aufgelösten Linien, auch die scheinbare Intensität der Signale ist bei den entstandenen Monoradikalen, z. B. 2, mehr als 500mal größer als beim Ursprungsradikal.

    15. Novel NO Biosensor Based on the Surface Derivatization of GaAs by “Hinged” Iron porphyrins (pages 4670–4674)

      Deng Guo Wu, Gonen Ashkenasy, Dmitry Shvarts, Rachel V. Ussyshkin, Ron Naaman, Abraham Shanzer and David Cahen

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4670::AID-ANGE4670>3.0.CO;2-M

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      Geringe Konzentrationen von NO in physiologischen Pufferlösungen (1 ppm, ca. 3 μM) lassen sich mit dem gezeigten maßgeschneiderten molekularen Zweikomponentensystem – ein pinzettenartig von einem organischen Liganden gehaltenes Eisen(III)-porphyrin – nachweisen, das mit einer Seite an einen Detektor auf GaAs-Basis gekoppelt ist. Bindet NO an das Eisen(III)-porphyrin, ändert sich die Stromstärke.

    16. Stereoselective Synthesis of Highly Functionalized C-Glycosides based on Acetal [1,2] and [1,4] Wittig Rearrangements (pages 4674–4676)

      Katsuhiko Tomooka, Hiroshi Yamamoto and Takeshi Nakai

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4674::AID-ANGE4674>3.0.CO;2-Z

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      Zwei Arten hochfunktionalisierter C-Glycoside waren in einem Schritt und stereoselektiv aus einem von Ethinylvinylmethanol abgeleiteten O-Glycosid durch Acetal-Wittig-Umlagerungen zugänglich (siehe Schema). Die [1,2]-Wittig-Umlagerung lieferte das 1β-C-Glycosid mit benachbarten quartären chiralen Zentren an C1 und C1′, während die [1,4]-Wittig-Umlagerung erstmals bei der Synthese von C-Glycosiden genutzt wurde.

    17. Stereoselective Total Synthesis of Zaragozic Acid A based on an Acetal [1,2] Wittig Rearrangement (pages 4676–4679)

      Katsuhiko Tomooka, Makoto Kikuchi, Kazunobu Igawa, Masaki Suzuki, Ping-Huai Keong and Takeshi Nakai

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4676::AID-ANGE4676>3.0.CO;2-N

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      Die gleichzeitige Erzeugung der quartären Kohlenstoffzentren C4 und C5 durch eine Acetal-[1,2]-Wittig-Umlagerung des O-Glycosids 1, das sich vom L-Arabino-γ-lacton ableitet, ist das Schlüsselelement beim Aufbau der zentralen 2,8-Dioxabicyclo[3.2.1]octan-Einheit von Saragossasäure A 2.

    18. Subtle Variations in the Long-Range Transmission of Stereochemical Information: Matched and Mismatched Aldol Reactions (pages 4679–4682)

      Zhicai Wu, Fei Zhang and Samuel J. Danishefsky

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4679::AID-ANGE4679>3.0.CO;2-5

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      Fernwirkung: Die diastereofaciale Orientierung bei der Bildung von kovalenten Bindungen kann von einem entfernt liegenden Stereozentrum beeinflusst werden. Dies wurde an einem Intermediat der Synthese von Epothilonen untersucht. Aus 1 und 2 entsteht in einer passenden (matched) Aldolreaktion ein einziges Produkt; die Übergangszustände der verschiedenen Reaktionen werden diskutiert.

    19. The Synthesis of CP-263,114 and CP-225,917: Striking Long-Range Stereocontrol in the Fashioning of C7 (pages 4683–4685)

      Qiang Tan and Samuel J. Danishefsky

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4683::AID-ANGE4683>3.0.CO;2-2

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      Noch mehr Fernwirkung: Der Substituent an C1 kann die Richtung des angreifenden Nucleophils in einer Addition an die Formylgruppe (C7) steuern. Diese stereochemische Beeinflussung erweist sich als interessante Herausforderung bei der Synthese der Titelverbindungen.

    20. Synthesis and Reactions of Palladium and Platinum Complexes Bearing Diphosphinidenecyclobutene Ligands: A Thermally Stable Catalyst for Ethylene Polymerization (pages 4686–4687)

      Shintaro Ikeda, Fumie Ohhata, Masaki Miyoshi, Rika Tanaka, Tatsuya Minami, Fumiyuki Ozawa and Masaaki Yoshifuji

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4686::AID-ANGE4686>3.0.CO;2-L

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      Ein kationischer Methylpalladiumkomplex mit Diphosphinidencyclobuten-Liganden, hergestellt durch Umsetzung des entsprechenden Dimethylkomplexes 1 mit H(OEt2)2[BAr4] (Ar=3,5-(CF3)2C6H3), weist eine hohe katalytische Aktivität bei der Ethylenpolymerisation in Lösung auf (bis zu 128 kg pro Stunde und mol Katalysator). Der Katalysator ist thermisch stabil und beschleunigt die Polymerisation bei Temperaturen bis zu 100 °C ohne merkliche Zersetzung.

    21. Highly Selective Ring-Opening/Cross-Metathesis Reactions of Norbornene Derivatives Using Selenocarbene Complexes as Catalysts (pages 4687–4689)

      Hiroyuki Katayama, Hideto Urushima, Tsuneo Nishioka, Chikaya Wada, Masato Nagao and Fumiyuki Ozawa

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4687::AID-ANGE4687>3.0.CO;2-F

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      Fischer-Carbenrutheniumkomplexe wie 1 mit einem Selanylcarben-Liganden katalysieren die Ringöffnung/Kreuzmetathese (ROCM) von Norbornen-Derivaten mit Phenylvinylselenid. Das ROCM-Produkt wird dabei mit hoher Selektivität gebildet (siehe Schema).

    22. Crystal Structure of [(Ph(Me)C:N:C(H)Ph)K⋅(tBuOK)2⋅(thf)2]: A Unimetallic Mixed Anion Model for a “Superbase”? (pages 4690–4692)

      Philip C. Andrews, Gary D. Fallon, Melissa Maguire and Anna C. Peatt

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4690::AID-ANGE4690>3.0.CO;2-I

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      Äußerst wenige Festkörperstrukturen von „superbasischen“ Mischmetall- oder Monometallkomplexen mit gemischt anionischen Liganden sind bekannt. Die Titelverbindung, die aus chiralem (S)-α-(Methylbenzyl)benzylamin und einem 3:1-Gemisch aus tBuOK und nBuLi nach THF- und tmen-Addition erhalten wurde, ist im festen Zustand polymer aufgebaut (siehe Bild). tmen=N,N,N′,N′-Tetramethylethylendiamin.

    23. Catalytic Asymmetric Aziridination with Arylborate Catalysts Derived from VAPOL and VANOL Ligands (pages 4692–4695)

      Jon C. Antilla and William D. Wulff

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4692::AID-ANGE4692>3.0.CO;2-6

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      Nahezu gleich ist die asymmetrische Induktion bei einer Reihe von Substraten, wenn für die durch Triphenylborat katalysierte asymmetrische Aziridinierung die beiden Liganden VAPOL und VANOL (jedoch nicht 1,1′-Binaphth-2-ol) eingesetzt werden (90–98 % ee). Der präparative Nutzen dieses Katalysatorsystems wurde durch eine Synthese von L-3,4-Dihydroxyphenylalanin (L-DOPA) demonstriert.

    24. Stereoselective Synthesis of RP- and SP-Dithymidine Phosphorothioates via Chiral Indolooxazaphosphorine Intermediates Derived from Tryptophan (pages 4695–4698)

      Yixin Lu and George Just

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4695::AID-ANGE4695>3.0.CO;2-P

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      Das chirale Auxiliar 1 und das entsprechende Enantiomer, die auf einfachem Wege aus L- bzw. D-Tryptophan hergestellt werden können, vereinfachen die diastereoselektive Synthese von Phosphorothioat-Oligonucleotiden. Das Phosphorothioat 2 wurde aus 1 in fünf Stufen mit einem Diastereomerenüberschuss von >95 % erhalten, wobei das Auxiliar im letzten Schritt abgespalten wurde; das Enantiomer von 1 lieferte (SP)-2 mit einem gleich guten de-Wert.

    25. Early Transition Metal α-Diazoalkane Complexes (pages 4698–4702)

      Victorio Cadierno, Maria Zablocka, Bruno Donnadieu, Alain Igau and Jean-Pierre Majoral

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4698::AID-ANGE4698>3.0.CO;2-7

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      Eine C(sp2)-H-Aktivierung erfolgt bei der Umsetzung des Azazirconacyclopentens 1 mit Diazoalkanen 2, bei der α-C-zirconierte Diazoalkane 3 entstehen [Gl. (1)]. Diese C-metallierten Diazoverbindungen erwiesen sich in Untersuchungen zur Reaktivität als vielseitige Reagentien. R=NiPr2, NCy2; R′=CO2Et, SiMe3.

    26. Hybrid Coordination Polymers—Metal Oxide Compounds with Chiral Structures (pages 4702–4705)

      Li-Min Zheng, Tabatha Whitfield, Xiqu Wang and Allan J. Jacobson

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4702::AID-ANGE4702>3.0.CO;2-I

      Helicale Röhren aus vier Ketten der jeweiligen Zusammensetzung M(pzc)+ (M=Co, Ni; pzc=Pyrazincarbonsäure) und Vanadiumoxid-Ketten bilden die chiralen Verbindungen 1 und 2 sowie Verbindung 3, die gleich viele links- wie rechtsgängige Helices enthält.

    27. [HC{(CMe)(NAr)}2]Al[(NSiMe3)2N2] (Ar=2,6-iPr2C6H3): The First Five-Membered AlN4 Ring System (pages 4705–4707)

      Chunming Cui, Herbert W. Roesky, Hans-Georg Schmidt and Mathias Noltemeyer

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4705::AID-ANGE4705>3.0.CO;2-0

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      Egal wie viel man nimmt, Me3SiN3 reagiert mit der monomeren AlI-Verbindung [HC{(CMe)(NAr)}2]Al bei tiefen Temperaturen zu [HC{(CMe)(NAr)}2]Al[(NSiMe3)2N2], einer Verbindung einer neuen Klasse von binären Al-N-Ringsystemen (siehe Bild; Ar=2,6-iPr2C6H3). Dieses ist die erste charakterisierte cyclische Verbindung mit einem Element der Gruppe 13 in einer MN4-Einheit.

    28. Synthesis of Stable Organo(bis-silanetriols): X-Ray Powder Structure of 1,4-Bis(trihydroxysilyl)benzene (pages 4707–4711)

      Geneviève Cerveau, Robert J. P. Corriu, Bertrand Dabiens and Jean Le Bideau

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4707::AID-ANGE4707>3.0.CO;2-P

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      Das Zusammenspiel hydrophiler und hydrophober Wechselwirkungen könnte eine Triebkraft bei der Bildung geordneter zweidimensionaler Bereiche in den Strukturen von Bis-Silantriolen sein. Die Synthesen der ersten stabilen Verbindungen dieses Typs werden beschrieben sowie deren durch Röntgen-Pulverdiffraktometrie aufgeklärte Strukturen (siehe Bild). Zwischen benachbarten Silanol-Einheiten wurden Wasserstoffbrücken nachgewiesen.

    29. The Essential Role of a ZnII Ion in the Disproportionation of Semiquinone Radical Anion by an Imidazolate-Bridged CuII–ZnII Model of Superoxide Dismutase (pages 4711–4713)

      Hideki Ohtsu and Shunichi Fukuzumi

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4711::AID-ANGE4711>3.0.CO;2-M

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      Reduktion und Oxidation von Semichinonradikalen Q.− werden beschleunigt durch das ZnII-Zentrum des Imidazolat-verbrückten CuII-ZnII-Zweikernkomplexes [CuZn(bdpi)(CH3CN)2](ClO4)3⋅2 CH3CN 1. Die Disproportionierung von Q.− geht mit seiner koordinativen Bindung an das ZnII-Zentrum von 1 einher; beim CuII-CuII-Analogon von 1 findet dagegen keine Disproportionierung von Q.− statt. Durch diese Untersuchungen lässt sich die Rolle des ZnII-Ions in der Kupfer und Zink enthaltenden Superoxid-Dismutase beleuchten.

    30. New Family of Cyclopropanating Reagents: Synthesis, Reactivity, and Stability Studies of Iodomethylzinc Phenoxides (pages 4713–4716)

      André B. Charette, Sébastien Francoeur, Jonathan Martel and Nicole Wilb

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4713::AID-ANGE4713>3.0.CO;2-A

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      Eine wertvolle Alternative zum herkömmlichen Simmons-Smith-Reagens sind die Titelverbindungen (siehe Schema), die einfach in der Herstellung und sehr reaktiv gegenüber nichtfunktionalisierten Olefinen sind.

    31. A Near-Infrared Luminescent Label Based on YbIII Ions and Its Application in a Fluoroimmunoassay (pages 4716–4718)

      Martinus H. V. Werts, Richard H. Woudenberg, Peter G. Emmerink, Rob van Gassel, Johannes W. Hofstraat and Jan W. Verhoeven

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4716::AID-ANGE4716>3.0.CO;2-T

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      Die Kombination langlebiger, spektralreiner Emission von YbIII-Ionen mit der ausgeprägten Fähigkeit organischer Farbstoffe zur Lichtabsorption ergibt photolumineszente Lanthanoidkomplexe, die eine neue Klasse von Lumineszenzmarkern für biologisch und/oder medizinisch relevante Verbindungen sein könnten. Der gezeigte wasserlösliche Komplex kann kovalent an Biomoleküle gebunden und in einem medizinisch-diagnostischen Modelltest eingesetzt werden.

    32. Removal of Benzyl Protecting Groups from Solid-Supported Compounds by Hydrogenolysis Using Palladium Nanoparticles (pages 4719–4721)

      Osamu Kanie, Gijsbert Grotenbreg and Chi-Huey Wong

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4719::AID-ANGE4719>3.0.CO;2-B

      Thumbnail image of graphical abstract

      So mild und effektiv wie die konventionelle Hydrogenolyse in Lösung ist die Abspaltung von Benzylgruppen an Kohlenhydraten, die an ein festes Trägermaterial gebunden sind, mit Palladium-Nanoteilchen als Katalysatoren. Der Einsatz eines UV-aktiven Linkers, der die benzylgeschützten Glycoside von Glucose, Fucose und Lactose an den Träger bindet (siehe Bild), ermöglicht es, den Verlauf der Hydrogenolyse nach der Abspaltung vom Träger zu verfolgen.

    33. Tuning the Semiconducting Properties of Sexithiophene by α,ω-Substitution—α,ω-Diperfluorohexylsexithiophene: The First n-Type Sexithiophene for Thin-Film Transistors (pages 4721–4725)

      Antonio Facchetti, Yvonne Deng, Anchuan Wang, Yoshihiro Koide, Henning Sirringhaus, Tobin J. Marks and Richard H. Friend

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4721::AID-ANGE4721>3.0.CO;2-K

      Thumbnail image of graphical abstract

      Ein Wechsel von p- zu n-Halbleitereigenschaften, durch Substituenten hervorgerufen, wurde beim Perfluorhexyl-funktionalisierten Sexithiophen 1 festgestellt. Dieses ist thermisch stabiler und flüchtiger und hat eine höhere Elektronenaffinität als die nicht fluorierten Verbindungen 2 und 3. Aufgedampfte Filme von 1 verhalten sich wie n-Halbleiter und sind geeignet zur Herstellung von Dünnfilmtransistoren mit einer elektrochemischen Beweglichkeit von etwa 0.02 cm2 V−1 s−1 – dies ist einer der höchsten für organische n-Halbleiter beschriebenen Werte.

    34. Crystallization of a Large-Pore Three-Dimensional Gallium Fluorophosphate under Mild Conditions (pages 4726–4729)

      Richard I. Walton, Franck Millange, Thierry Loiseau, Dermot O'Hare and Gérard Férey

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4726::AID-ANGE4726>3.0.CO;2-R

      Thumbnail image of graphical abstract

      20-gliedrige Ringe bilden großporige Fenster in einem Galliumfluorphosphat (siehe Bild), das bei 50°C zur Kristallisation gebracht werden kann. Mit diesen milden experimentellen Bedingungen sollte die Entdeckung neuer, mikroporöser Zeolithphasen möglich sein.

    35. A One-Dimensional Metallocyclophane with Columnar Aromatic Stacking: The Silver(I) η2-Coordination Complex of 1,2-Benztriphenylene (pages 4729–4731)

      Megumu Munakata, Gui Ling Ning, Yusaku Suenaga, Takayoshi Kuroda-Sowa, Masahiko Maekawa and Tetsuhiro Ohta

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4729::AID-ANGE4729>3.0.CO;2-9

      Thumbnail image of graphical abstract

      Stark nach innen gekrümmt sind die polycyclischen Aren-Einheiten beim Argentocyclophan [Ag0.5(btp)0.5(ClO4)0.5]2 (siehe schematische Darstellung; ohne ClO4-Ionen), während bei rein organischen Cyclophanen eine Krümmung nach außen üblich ist. Die Stapelung der aus den Ag+- und ClO4-Ionen gebildeten Ketten entlang der c-Achse führt zu π-π-Wechselwirkungen zwischen den Aren-Einheiten und zwischen den Ketten sowie zu elektrischer Leitfähigkeit. btp=1,2-Benztriphenylen.

    36. Supramolecular Assembly of Hexagonal Mesostructured Germanium Sulfide and Selenide Nanocomposites Incorporating the Biologically Relevant Fe4S4 Cluster (pages 4732–4736)

      Pantelis N. Trikalitis, Thomas Bakas, Vasilios Papaefthymiou and Mercouri G. Kanatzidis

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4732::AID-ANGE4732>3.0.CO;2-C

      Thumbnail image of graphical abstract

      Stabile Hybridsysteme wurden durch die Reaktion der Adamantancluster [Ge4Q10]4− (Q=S, Se) mit dem gegenüber Substitution labilen Cluster [Fe4S4Cl4]2− erhalten, wobei kationische Tenside als Templat dienten. Die resultierenden hexagonalen Mesophasen weisen parallele Kanäle auf (siehe Bild), die ca. 35 Å voneinander entfernt sind. Potentielle Anwendungen gibt es in der formselektiven Elektro- und Photokatalyse, bei künstlicher Photosynthese und bei Biosensoren.

    37. Benzene-Centered Tri- and Tetrametallacarborane Sandwich Complexes (pages 4736–4738)

      Martin Bluhm, Hans Pritzkow, Walter Siebert and Russell N. Grimes

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4736::AID-ANGE4736>3.0.CO;2-P

      Thumbnail image of graphical abstract

      Mehrere Metallacarboran-Einheiten an einem zentralen Benzolring zu verankern gelang mit der Bor-Überdachungs-Methode. Im FeCo3-Komplex 1 sowie in dessen Vorstufe dient der Benzolring zur Verknüpfung der Metallacarboran-Einheiten. Somit sollten diese Komplexe für die Bildung mehrkerniger, gemischtvalenter, elektronendelokalisierter Systeme durch Redoxprozesse geeignet sein.

    38. Ground-State Reversal by Matrix Interaction: Electronic States and Vibrational Frequencies of CUO in Solid Argon and Neon (pages 4739–4741)

      Lester Andrews, Binyong Liang, Jun Li and Bruce E. Bursten

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4739::AID-ANGE4739>3.0.CO;2-7

      Im 3Φ-Zustand liegt CUO, das durch Umsetzung von durch Laserablation erhaltenem atomarem U mit CO gebildet wurde, in festem Argon vor; in einer Neonmatrix dagegen existiert diese Spezies im üblichen 1Σ+-Grundzustand. Der neue elektronische Zustand ist die Folge des Transfers eines Elektrons von einem U-C-Bindungsorbital in ein nichtbindendes 5f-Orbital des U-Atoms, wodurch nicht zuletzt auch die U-C-Streckschwingungsfrequenz deutlich herabgesetzt wird. Durch IR-spektroskopische Untersuchungen und relativistische Dichtefunktionalrechnungen wurden die beiden niederenergetischen Zustände des CUO-Moleküls charakterisiert.

    39. Visualization of Single Multivalent Receptor–Ligand Complexes by Transmission Electron Microscopy (pages 4741–4744)

      Jason E. Gestwicki, Laura E. Strong and Laura L. Kiessling

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4741::AID-ANGE4741>3.0.CO;2-G

      Thumbnail image of graphical abstract

      Mit Goldnanopartikel-Markern gelang die transmissionselektronenmikroskopische Bestimmung der Position von Rezeptoren (wie Concanavalin A) an durch Ringöffungsmetathese-Polymerisation hergestellten polyvalenten Liganden (siehe schematische Darstellung; oben: Streptavidin-gebundene Goldpartikel, Mitte: Rezeptoren, unten: Ligand). Die Zahl der angebundenen Concanavalin-A-Tetramere hängt von der Valenz des Liganden ab. Auf diesem Weg sollte die Bestimmung der Stöchiometrie derartiger Ligand-Rezeptor-Komplexe allgemein möglich werden, was von großer Bedeutung für die Aufklärung der Mechanismen ist, an denen polyvalente Liganden beteiligt sind.

    40. A Remarkable, Stable Radical–Molecule Complex: HO2⋅CF3C(O)OH (pages 4744–4745)

      Joseph S. Francisco

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4744::AID-ANGE4744>3.0.CO;2-Z

      Thumbnail image of graphical abstract

      Wasserstoffbrücken, so stark wie schwache kovalente Bindungen: Durch ungewöhnlich starke cyclische Wasserstoffbrückenbindungen wird der stabile Komplex aus Trifluoressigsäure (TFA) und dem Hydroperoxyl-Radikal (siehe Bild) zusammengehalten. Auf der Grundlage von Dichtefunktionalrechnungen wurde für diesen Komplex eine Bindungsenergie von 15.1 kcal mol−1 vorhergesagt. Dies könnte für die Atmosphärenchemie von Bedeutung sein, denn TFA ist das Produkt der atmosphärischen Oxidation von als Alternative zu FCKWs eingesetzten Chlorfluorkohlenstoffen.

    41. Rekonstitution von Kanalproteinen in (polymerisierten) ABA-Triblockcopolymer-Membranen (pages 4747–4750)

      Wolfgang Meier, Corinne Nardin and Mathias Winterhalter

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4747::AID-ANGE4747>3.0.CO;2-H

      Mechanisch stabile Blockcopolymer-Protein-Hybridmaterialien werden hier beschrieben. Dazu wurden großflächige, frei stehende, 10 nm dicke Membranen aus polymerisierbaren amphiphilen Triblockcopolymeren hergestellt, in denen trotz dieser recht großen Dicke Kanalproteine rekonstituiert werden konnten. Die Proteine blieben selbst nach Polymerisation der Membran voll funktionsfähig, wie Leitfähigkeitsmessungen ergaben. Denkbare Anwendungsgebiete für diese Polymer-Protein-Hybridmaterialien sind Diagnostik, Sensortechnik, Proteinkristallisation und kontrollierte Wirkstoff-Freisetzung.

    42. Totalsynthese von Lankacyclinol (pages 4750–4753)

      David R. Williams, Guillermo S. Cortez, Stéphane L. Bogen and Christian M. Rojas

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4750::AID-ANGE4750>3.0.CO;2-K

      Thumbnail image of graphical abstract

      Ein Tumortherapeutikum aus Streptomyces-Stämmen ist (−)-Lankacyclinol 1, dessen erste Totalsynthese beschrieben wird. Schlüsselschritte der Synthese sind eine Ringschluss-Olefinmetathese, ein photochemisch induzierter Acylnitren-Insertionsprozess und hoch selektive Julia-Olefinierungen für den Aufbau der E,E-Dien-Einheiten. Durch eine intramolekulare, Bariumhydroxid-induzierte Horner-Wadsworth-Emmons-Olefinierung gelang der Ringschluss zum Makrocyclus.

    43. (Ph4P)S6 – eine Verbindung mit dem cyclischen Radikalanion S6.− (pages 4753–4755)

      Bernhard Neumüller, Fritjof Schmock, Reinhard Kirmse, Andreas Voigt, Axel Diefenbach, F. Matthias Bickelhaupt and Kurt Dehnicke

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4753::AID-ANGE4753>3.0.CO;2-2

      Thumbnail image of graphical abstract

      Über zwei lange S-S-Bindungen sind die beiden S3-Fragmente im cyclischen Radikalanion S6.− verbunden. Dieses entsteht bei der Reaktion von Sulfan mit (Tetraphenylphosphonium)hydrogendiazid in Form orangeroter Kristalle mit Ph4P+ als Gegenion. Experimentell wurde für das Anion eine Sesselkonformation mit der Symmetrie C2h gefunden (siehe Bild).

    44. Stochastische Resonanz in einer bistabilen chemischen Reaktion – die Kupfer(II)-katalysierte Autoxidation von Ascorbinsäure (pages 4756–4759)

      Peter E. Strizhak, Igor Demjanchyk, Frank Fecher, Friedemann W. Schneider and Arno F. Münster

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4756::AID-ANGE4756>3.0.CO;2-L

      Die Rauschamplitude erhöhen statt senken! Die hier beschriebenen Experimente zeigen, dass entgegen der Intuition statistisches Rauschen einen verstärkenden Effekt auf ein schwaches periodisches Signal ausüben kann. Dieses als Stochastische Resonanz bezeichnete Phänomen wird am Beispiel der bistabilen Autoxidation von Ascorbinsäure in Gegenwart von Kupfer(ii)-Ionen beschrieben.

    45. Bis(pentafluorphenyl)xenon, Xe(C6F5)2 – ein homoleptisches Diarylxenon-Derivat (pages 4759–4762)

      Nicola Maggiarosa, Dieter Naumann and Wieland Tyrra

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4759::AID-ANGE4759>3.0.CO;2-3

      Thumbnail image of graphical abstract

      Ein Schritt vorwärts in der Organoxenon-Chemie: Die Fluorid-initiierte Reaktion von Me3SiC6F5 mit XeF2 führt über die Zwischenstufe C6F5XeF zu einer isolierbaren [10-Xe-2]-Spezies mit zwei Xenon-Kohlenstoff-Bindungen (siehe Bild).

    46. C6F5XeF, ein Schlüsselsubstrat in der Xenon-Kohlenstoff-Chemie: Synthese symmetrischer und asymmetrischer Pentafluorphenylxenon-Derivate (pages 4762–4764)

      Hermann-Josef Frohn and Michael Theißen

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4762::AID-ANGE4762>3.0.CO;2-6

      Thumbnail image of graphical abstract

      Nacktes Fluorid“ [NMe4]F setzt sich in CH2Cl2 mit der salzartigen Verbindung [C6F5Xe][AsF6] in 70 % Ausbeute zum asymmetrisch hypervalenten Molekül 1 um. Dank seiner hohen Fluoriddonorfähigkeit und seines permanenten Dipolmoments reagiert 1 in guten Ausbeuten mit Cd(C6F5)2 zu 2 und mit Me3SiCN zu 3.

    47. Enantioselektive Ribozymkatalyse einer bimolekularen Cycloadditionsreaktion (pages 4764–4768)

      Burckhard Seelig, Sonja Keiper, Friedrich Stuhlmann and Andres Jäschke

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4764::AID-ANGE4764>3.0.CO;2-V

      Thumbnail image of graphical abstract

      Ribozymkatalysierte Diels-Alder-Reaktionen: Durch Einsatz von D- oder L-Ribozymen kann die absolute Konfiguration von Produkten wie 3 gesteuert werden. Bei der Reaktion von 1 mit 2 wurde ein ee-Wert von >95 % erreicht. Der Hexaethylenglycolrest an 1 und 3 ist ein Atavismus, der aus der In-vitro-Selektion für das Ribozym stammt. Reaktionen mit Substraten ohne diesen Rest werden ebenfalls katalysiert, wenn auch mit niedrigerem ee-Wert.

    48. Totalsynthese von (−)-Spirotryprostatin B und drei Stereoisomeren (pages 4768–4771)

      Larry E. Overman and Mark D. Rosen

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4768::AID-ANGE4768>3.0.CO;2-7

      Thumbnail image of graphical abstract

      Eine Heck-Cyclisierung ist der Schlüsselschritt für eine neue stereokontrollierte Synthese von Spirotryprostatin-Alkaloiden. Die hierbei entstehende η3-Allylpalladiumzwischenstufe wird intramolekular durch ein angeknüpftes Diketopiperazin abgefangen. Die Vielseitigkeit dieses Konzeptes wird am Beispiel der enantioselektiven Totalsynthese des Pilzinhaltsstoffes (−)-Spirotryprostatin B 1 und dreier Isomere illustriert.

    49. Direkter Nachweis der unteren kritischen Lösungstemperatur von oberflächenfixierten thermoresponsiven Hydrogelen durch Oberflächenplasmonenresonanz (pages 4771–4773)

      Erik Wischerhoff, Thomas Zacher, André Laschewsky and El Djouhar Rekaï

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4771::AID-ANGE4771>3.0.CO;2-A

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      Das Ausfallen von thermoresponsiven Polymeren aus der Lösung bei Erwärmung ist ein wohlbekanntes Phänomen. Aber wie verhalten sich solche Polymere an Oberflächen? Direkte Beobachtung des thermoresponsiven Effektes eines auf einer Oberfläche haftenden Polymers durch Oberflächenplasmonenresonanz ergab, dass das Polymer bei der unteren kritischen Lösungstemperatur (LCST) einen Phasenübergang auch an der Grenzfläche eingeht (siehe Bild).

    50. Asymmetrische Synthese α-substituierter β-Nitrophosphonsäuren durch phospha-analoge Michael-Addition an aromatische Nitroalkene (pages 4774–4776)

      Dieter Enders, Livio Tedeschi and Jan Willem Bats

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4774::AID-ANGE4774>3.0.CO;2-T

      Thumbnail image of graphical abstract

      Asymmetrische C-P-Verknüpfungen durch Phospha-analoge Michael-Addition an Nitroalkene führen unter hoher asymmetrischer Induktion zu α-substituierten β-Nitrophosphonsäuren [Gl. (1)], präparativ wertvollen difunktionellen Synthesebausteinen, die insbesondere als direkte Vorstufen von β-Aminophosphonsäuren anzusehen sind. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein P-Nucleophil-gebundenes TADDOL-Auxiliar, das leicht wieder entfernt werden kann.

    51. Konische Durchdringungen in Charge-Transfer-induzierten Photoreaktionen (pages 4776–4780)

      Adalgisa Sinicropi, Uwe Pischel, Riccardo Basosi, Werner M. Nau and Massimo Olivucci

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4776::AID-ANGE4776>3.0.CO;2-H

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      Eine effiziente Löschung angeregter Zustände kann über die Desaktivierung von Exciplexen an nahe liegenden konischen Durchdringungen erfolgen (siehe Diagramm). Dieser neue Löschmechanismus – ein Beispiel für einen unterbrochenen Ladungstransfer – wurde für die Fluoreszenzlöschung von Azoalkanen durch Amine mittels Ab-initio-CASPT2-Rechnungen abgeleitet, deren Ergebnisse in Einklang mit den experimentellen Daten stehen.

    52. Zusammenbruch der Korrelation zwischen Bindungslänge und Bindungsstärke – eine Fallstudie (pages 4780–4782)

      Martin Kaupp, Bernhard Metz and Hermann Stoll

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4780::AID-ANGE4780>3.0.CO;2-E

      Stärker heißt nicht automatisch kürzer! Dass die intuitiv so nahe liegende und häufig bei Strukturinterpretationen implizit zugrunde gelegte Korrelation zwischen Bindungslänge und Bindungsstärke nicht immer gilt, belegen die für die unterschiedlich stark fluorsubstituierten Stannane Sn2H6−nFn auf modernsten Ab-initio-Niveaus berechneten Bindungslängen, Dissoziationsenergien und Kraftkonstanten. Für die fehlende Korrelation sind Hybridisierungsdefekte (Abnahme des p/s-Hybridisierungsverhältnisses bei zunehmender Fluorsubstitution) verantwortlich.

    53. Eine enantioselektive Synthese des potenten Immunsuppressivums FR901483 (pages 4783–4785)

      Goetz Scheffler, Hirofumi Seike and Erik J. Sorensen

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4783::AID-ANGE4783>3.0.CO;2-X

      Thumbnail image of graphical abstract

      Eine Azaspiroanellierung und eine Mitsunobu-Reaktion sind die Schlüsselschritte einer konvergenten, enantioselektiven Synthese des Immunsuppressivums FR901483 1. Diese Substanz wird von einem Pilz produziert, hat eine neuartige, an zwei Tyrosineinheiten erinnernde Struktur und ist zudem durch eine ungewöhnliche Monophosphatestergruppe gekennzeichnet.

    54. Zur Laserpuls-Präparation reiner Enantiomere aus einem Racemat: quantenmechanische Modellsimulation für H2POSH (pages 4785–4788)

      Yuichi Fujimura, Leticia González, Kunihito Hoki, Dominik Kröner, Jörn Manz and Yukiyoshi Ohtsuki

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4785::AID-ANGE4785>3.0.CO;2-L

      Quantendynamische Simulationen für H2POSH zeigen eine neue Möglichkeit der Umwandlung eines Racemats in reine Enantiomere durch ultrakurze Laserpulse auf. Dabei geht man von einer thermisch gleichverteilten Besetzung des niedrigsten Dubletts von Torsionszuständen aus, was der gleichen Dichte von vororientierten Links- und Rechts-Enantiomeren entspricht: Eine Sequenz von Laserpulsen induziert dann eine entsprechende Folge von Torsionsübergängen, welche schließlich das Racemat in das reine Zielenantiomer überführt.

    55. Übergangsmetallkatalysierte Herstellung von Grignard-Verbindungen (pages 4788–4790)

      Borislav Bogdanović and Manfred Schwickardi

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4788::AID-ANGE4788>3.0.CO;2-3

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      Die „anorganischen Grignard-Reagentien“, insbesondere die des Eisens (1), haben sich überraschenderweise als effiziente homogene Katalysatoren für die Umwandlung von nichtaktivierten Chlorarenen und Heteroarenen (über die Aryleisen-Zwischenstufen 2) in die entsprechenden Grignard-Verbindungen erwiesen. Aryl-Grignard-Verbindungen sind unter anderem Ausgangsverbindungen für die Herstellung von Arylboronsäureestern, die als Substrate für die heute auch technisch bedeutende Suzuki-Kupplung dienen.

    56. Phenylaziridine als maskierte 1,3-Dipole in Reaktionen mit nicht aktivierten Alkenen (pages 4790–4792)

      Ioana Ungureanu, Philippe Klotz and André Mann

      Article first published online: 15 DEC 2000 | DOI: 10.1002/1521-3757(20001215)112:24<4790::AID-ANGE4790>3.0.CO;2-C

      Thumbnail image of graphical abstract

      Im Endeffekt eine Carboaminierung ist die Reaktion von N-Tosyl-2-phenylaziridin 1 mit Alkenen in Gegenwart von BF3⋅Et2O zu substituierten Pyrrolidinen; mit Methylencycloalkanen wie 2 entstehen Spiropyrrolidine 3. Bei dieser Reaktion verhält sich 1 wie ein elektronenarmer 1,3-Dipol.

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