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Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen, Addendum [BAT Value Documentation in German language, 2009a]

Documentations and Methods

Published Online: 31 JAN 2012

DOI: 10.1002/3527600418.bb743997anod0016a

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

How to Cite

2012. Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen, Addendum [BAT Value Documentation in German language, 2009a]. The MAK Collection for Occupational Health and Safety. 65–66.

Publication History

  1. Published Online: 31 JAN 2012

  • *

    30 µg/L Urin

[7439-97-6] 
BAT(2008)

25 µg Quecksilber/g Kreatinin*

Probenahmezeitpunkt: keine Beschränkung

Veröffentlichungen in der MAK- und BAT-Werte-Liste: 
1982Festlegung von BAT-Werten:
 

200 µg Quecksilber/L Urin

50 µg Quecksilber/L Blut

1998Reevaluierung der BAT-Werte:
 

100 µg Quecksilber/L Urin

25 µg Quecksilber/L Blut

2005

Aussetzung des BAT-Wertes im Blut

Reevaluierung des BAT-Wertes im Urin:

 30 µg Quecksilber/L Urin
2007Reevaluierung des BAT-Wertes im Urin:
 25 µg Quecksilber/g Kreatinin
2008Reevaluierung des BAT-Wertes im Urin:
 keine Veränderung (s. o.)
MAK-Wert (2010)0,02 mg/m3 E
Spitzenbegrenzung (2002)Kategorie II, Überschreitungsfaktor 8
Hautresorption (2010)H
Sensibilisierende Wirkung (1999)Sh
Krebserzeugende Wirkung (1999)Kategorie 3 B
Fruchtschädigende Wirkung (2010)Gruppe D
Keimzellmutagene Wirkung-
Synonyma

metallisches Quecksilber

kolloidales Quecksilber

FormelHg
Molmasse200,59 g/mol
Schmelzpunkt−38,9°C
Siedepunkt356,6°C
Dampfdruck bei 20°C0,0016 hPa
Dichte bei 20°C13,5 g/cm3
log POW5,95
BAT (2007)25 µg Quecksilber/g Kreatinin
 Probenahmezeitpunkt: keine Beschränkung
MAK-Wert (1970)0,1 mg/m3
Hautresorption-
Sensibilisierende Wirkung (1999)Sh
Krebserzeugende Wirkung (1999)Kategorie 3 B

1 Reevaluierung

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  2. Reevaluierung

Bei der Evaluierung des BAT-Wertes von 30 µg/L Urin (s. Begründung 2006) war der Volumenbezug bevorzugt worden, da zum einen der gesicherte experimentelle Nachweis von gleichartigem renalen Ausscheidungsmodus von Quecksilber und Kreatinin noch aussteht, und zum anderen die analytische Bestimmung der Kreatininkonzentration im Urin mit einer nicht zu vernachlässigenden Messungenauigkeit behaftet sein kann.

Nach Veröffentlichung der Begründung aus dem Jahr 2006 wurden praktische Argumente in die Diskussion eingebracht, die darauf beruhen, dass ein Großteil der heutigen industriellen Arbeitsplätze mit Quecksilberexposition Hitzearbeitsplätze darstellt. Unter diesen Bedingungen ist dem Kreatininbezug der Vorzug zu geben. Hierbei ergibt sich für die Umrechnung vom Volumenbezug auf den Kreatininbezug ein Faktor von ca. 1,2. Zudem ist bei allen wesentlichen publizierten und für die Evaluierung herangezogenen Felduntersuchungen der Kreatininbezug gewählt worden. Deshalb wird für die Quecksilberausscheidung im Urin der Kreatininbezug gewählt. Unter Zugrundelegung des genannten Faktors ergibt sich somit ein BAT-Wert von

DefinedValue

25 µg Quecksilber/g Kreatinin

Der bisher volumenbezogene Wert von 30 µg/L Urin wird künftig in der MAK- und BAT-Werte-Liste zur Information in einer Fußnote geführt.