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Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen, Addendum [BAT Value Documentation in German language, 2009b]

Documentations and Methods

Published Online: 15 JUN 2013

DOI: 10.1002/3527600418.bb743997anod0016b

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

How to Cite

2013. Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen, Addendum [BAT Value Documentation in German language, 2009b]. The MAK Collection for Occupational Health and Safety. 67–68.

Publication History

  1. Published Online: 15 JUN 2013

  • *

    30 µg/L Urin

[7439-97-6] 
BAT(2008)

25 µg Quecksilber/g Kreatinin*

Probenahmezeitpunkt: keine Beschränkung

Veröffentlichungen in der MAK- und BAT-Werte-Liste: 
1982Festlegung von BAT-Werten:
 

200 µg Quecksilber/L Urin

50 µg Quecksilber/L Blut

1998Reevaluierung der BAT-Werte:
 

100 µg Quecksilber/L Urin

25 µg Quecksilber/L Blut

2005

Aussetzung des BAT-Wertes im Blut

Reevaluierung des BAT-Wertes im Urin:

 30 µg Quecksilber/L Urin
2007Reevaluierung des BAT-Wertes im Urin:
 25 µg Quecksilber/g Kreatinin
2008Reevaluierung des BAT-Wertes im Urin:
 keine Veränderung (s. o.)
MAK-Wert (2010)0,02 mg/m3 E
Spitzenbegrenzung (2002)Kategorie II, Überschreitungsfaktor 8
Hautresorption (2010)H
Sensibilisierende Wirkung (1999)Sh
Krebserzeugende Wirkung (1999)Kategorie 3 B
Fruchtschädigende Wirkung (2010)Gruppe D
Keimzellmutagene Wirkung-
Synonyma

metallisches Quecksilber

kolloidales Quecksilber

FormelHg
Molmasse200,59 g/mol
Schmelzpunkt−38,9°C
Siedepunkt356,6°C
Dampfdruck bei 20°C0,0016 hPa
Dichte bei 20°C13,5 g/cm3
log POW5,95
BAT (2008)25 µg Quecksilber/g Kreatinin
 Probenahmezeitpunkt: keine Beschränkung
MAK-Wert (1958)0,1 mg/m3 (als Hg berechnet)
Hautresorption-
Krebserzeugende Wirkung (1999)3B

1 Reevaluierung

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  2. Reevaluierung

Durch die Neudefinition des BAT-Wertes als Korrelat für den Mittelwert aus mehreren Untersuchungen eines Beschäftigten ist eine Reevaluierung des BAT-Wertes für Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen notwendig.

1.1 Belastung und Beanspruchung

Die für die Ableitung eines BAT-Wertes für Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen relevanten Studien wurden im Addendum ausführlich dargestellt (s. Begründung 2006). Der BAT-Wert wurde auf 30 µg/L Urin – entsprechend 25 µg/g Kreatinin (s. Begründung 2008) – festgesetzt, da bei einer maximalen Belastung in dieser Höhe nicht mit klinisch relevanten neurotoxischen oder nephrotoxischen Wirkungen zu rechnen ist.

1.2 Evaluierung

Da in den Studien die Befunde mittelwertbasiert erhoben wurden und Veränderungen in einem Konzentrationsbereich zwischen 19 und maximal 40 µg Quecksilber /L in die Bewertung eingegangen sind, gilt der BAT-Wert von 25 µg Quecksilber /g Kreatinin auch bei Bezug auf den Mittelwert.

1.3 Interpretation

Zur ärztlichen Beurteilung der Dignität von Überschreitungen des BAT-Wertes wird auf die Begründung des 1998 festgelegten BAT-Wertes von 100 µg Quecksilber /L Urin verwiesen (s. Begründung 2006).

Der BAT-Wert bezieht sich auf normal konzentrierten Urin, bei dem der Kreatiningehalt im Bereich von 0,5–2,5 g/L liegen sollte. In der Regel empfiehlt sich bei Urinproben außerhalb der oben genannten Grenzen die Wiederholung der Messung beim normal hydrierten Probanden.