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α-Hexachlorcyclohexan und β-Hexachlorcyclohexan [MAK Value Documentation in German language, 2002]
Documentations and Methods
Published Online: 31 JAN 2012
DOI: 10.1002/3527600418.mb0m05xtcd0034
Copyright © 2002 by Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA. All rights reserved.
Book Title

The MAK Collection for Occupational Health and Safety
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2012. α-Hexachlorcyclohexan und β-Hexachlorcyclohexan [MAK Value Documentation in German language, 2002]. The MAK Collection for Occupational Health and Safety. 1.
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- Published Online: 31 JAN 2012
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1 Kurzzeitwert-Kategorie
Beide Substanzen sind Isomere des Lindans mit ähnlichen Eigenschaften. Der MAK-Wert wurde primär aus dem aus Langzeittierversuchen ermittelten NOEL für die Induktion von Leberenzymen und die Stimulation des Leberwachstums abgeleitet. Unter Berücksichtigung der um den Faktor 5 differierenden Toxizitäten der α- und β-Isomeren (β > α) und unter der Annahme einer 100%igen Resorption liegt der NOEL bei 0,7 mg/m3 (Begründung 1984).
Aus einem Kollektiv belasteter Arbeiter wurde eine Halbwertszeit für β-Hexachlorcyclohexan von 7–8 Jahren berechnet. Die Halbwertszeit des α-Isomeren ist geringer (Jung et al. 1997).
Angaben zu Reizwirkungen liegen nicht vor, das γ-Isomere wirkt geringgradig reizend auf die Schleimhäute (Begründung „Lindan” 1998), so dass auch für α- und β-Hexachlorcyclohexan von einer geringen Reizwirkung auszugehen ist.
Aufgrund der langen Halbwertszeit und der vermutlich nur sehr geringen Reizwirkung wird das Gemisch aus α- und β-Hexachlorcyclohexan in die Kurzzeitwert-Kategorie II mit einem Überschreitungsfaktor von 8 eingestuft.
Literatur
- , , , , , , , (1997) Elimination of β-hexachlorocyclohexane in occupationally exposed persons. J Toxicol Environ Health 51: 23–34

