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N,N-Dimethylacetamid [MAK Value Documentation in German language, 2002]

Documentations and Methods

Published Online: 31 JAN 2012

DOI: 10.1002/3527600418.mb12719d0034

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

How to Cite

2012. N,N-Dimethylacetamid [MAK Value Documentation in German language, 2002]. The MAK Collection for Occupational Health and Safety. 1.

Publication History

  1. Published Online: 31 JAN 2012
[127-19-5] 
Nachtrag 2002 
MAK-Wert (1964)10 ml/m3 (ppm)36 mg/m3
Spitzenbegrenzung (2002)Kategorie II, Überschreitungsfaktor 2
Hautresorption (1969)H
Sensibilisierende Wirkung-
Krebserzeugende Wirkung-
Fruchtschädigende Wirkung (1990)Gruppe C
Keimzellmutagene Wirkung-
BAT-Wert (2000)30 mg N-Methylacetamid/g Kreatinin

1 Kurzzeitwert-Kategorie

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  2. Kurzzeitwert-Kategorie
  3. Literatur

Der Stoff bewirkt systemische Effekte, vorwiegend an der Leber, jedoch auch an einer Reihe weiterer Organe. Bei der Ratte beträgt der NOAEL 25 ml/m3. Außerdem wird über lokale Reizwirkungen bei 100 ml/m3 im subakuten Versuch an Ratten, nicht aber bei chronischer Exposition berichtet. N,N-Dimethylacetamid wird deshalb der Kurzzeitwert-Kategorie II zugeordnet. Die Halbwertszeit der Ausgangssubstanz beträgt 0,6–1,5 Stunden bei Ratten, 0,3–0,5 Stunden bei Mäusen. Die Halbwertszeiten des Hauptmetaboliten N-Methylacetamid betragen 2,2–3 Stunden bei Ratten und 0,6–1,3 Stunden bei Mäusen bei Exposition gegen 500 ml/m3 (Hundley et al. 1984, siehe Begründung 1998). Bei Arbeitern wurden außer systemischen Effekten (Hepatotoxizität ; keine Konzentrationsangabe) auch zentralnervöse Symptome beschrieben. Diese Symptome sollen sowohl bei Expositionen bis zu 34 ml/m3 als auch zwischen 0 und 3 ml/m3 aufgetreten sein (ACGIH 1999). Diese Wirkungen sind möglicherweise auf Metaboliten zurückzuführen. Allerdings liegen keine genaueren Angaben zu den Wirkungsmechanismen und den Halbwertszeiten bei geringen Expositionskonzentrationen vor. Wegen dieser Unklarheiten wird ein Überschreitungsfaktor von 2 festgelegt.

Literatur

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  2. Kurzzeitwert-Kategorie
  3. Literatur
  • ACGIH (American Conference of Governmental Industrial Hygienists) (1999) Dimethylacetamide. In: Documentation of the TLVs and BEIs, ACGIH, Cincinnati, OH, USA