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N,N-Dimethylethylamin [MAK Value Documentation in German language, 2002]

Documentations and Methods

Published Online: 31 JAN 2012

DOI: 10.1002/3527600418.mb59856d0034

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

The MAK Collection for Occupational Health and Safety

How to Cite

2012. N,N-Dimethylethylamin [MAK Value Documentation in German language, 2002]. The MAK Collection for Occupational Health and Safety. 1.

Publication History

  1. Published Online: 31 JAN 2012
[598-56-1]
Nachtrag 2002
MAK-Wert (2000)2 ml/m3 (ppm)6,1 mg/m3
Spitzenbegrenzung (2002)Kategorie I, Überschreitungsfaktor 2
Hautresorption-
Sensibilisierende Wirkung-
Krebserzeugende Wirkung-
Fruchtschädigende Wirkung (2000)vgl. Abschn. II c der MAK- und BAT-Werte-Liste
Keimzellmutagene Wirkung-
BAT-Wert-

1 Kurzzeitwert-Kategorie

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  2. Kurzzeitwert-Kategorie

Als kritische Effekte gelten Sehstörungen (Schleier- und Farbschlierensehen durch Quellung der Cornea), die am Arbeitsplatz konzentrationsabhängig ab 3,3–4,4 ml/m3 (8-Stunden-Mittelwert) auftraten. Reizungen von Auge, Nase und Rachen wurden ab 8 ml/m3 angegeben (Warren und Selchan 1988, siehe Begründung 1999). Bei Probanden führte eine 15-minütige Exposition gegen 33–50 ml/m3 zu Augenreizungen, jedoch nicht zu Sehstörungen. Diese sind offensichtlich weniger von Expositionsspitzen, als vielmehr von der Expositionsdauer abhängig. Als unerträgliche Geruchsbelästigung wurden 25 ml/m3 empfunden (Schmittner 1984, siehe Begründung 1999).

Die Halbwertszeiten betragen im Plasma 1,5 Stunden für N,N-Dimethylethylamin und 3 Stunden für den N-Oxid-Metaboliten. Die entsprechenden Halbwertszeiten für die biphasische Elimination im Urin sind 1,5 und 7 Stunden (N,N-Dimethylethylamin) bzw. 2,5 und 8 Stunden (N-Oxid) (Lundh et al. 1991; Ståhlbom et al. 1991, siehe Begründung 1999).

Da sich Reizeffekte erst beim vierfachen MAK-Wert manifestieren und die etwa beim zweifachen MAK-Wert auftretende und als kritisch anzusehende lokale Wirkung auf die Cornea eher AUC-abhängig ist, wird N,N-Dimethylethylamin in die Kurzzeitwert-Kategorie I mit einem Überschreitungsfaktor von 2 eingestuft.