Screening endokriner Effekte von Chemikalien und Abwasserproben

  1. Dr. Thomas Track and
  2. Prof. Dr. Gerhard Kreysa
  1. Stefan O. Mueller and
  2. Thomas H. Broschard

Published Online: 6 FEB 2006

DOI: 10.1002/3527606599.ch13

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

How to Cite

Mueller, S. O. and Broschard, T. H. (2003) Screening endokriner Effekte von Chemikalien und Abwasserproben, in Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen (eds T. Track and G. Kreysa), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, FRG. doi: 10.1002/3527606599.ch13

Editor Information

  1. DECHEMA e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main, Germany

Author Information

  1. Institut für Toxikologie, Merck KGaA, Frankfurter Str. 250, 64293 Darmstadt, Germany

Publication History

  1. Published Online: 6 FEB 2006
  2. Published Print: 8 OCT 2003

ISBN Information

Print ISBN: 9783527310173

Online ISBN: 9783527606597

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Keywords:

  • ERα;
  • ERβ;
  • in vitro;
  • Indikatortests

Summary

Das Thema “Endokrine Effekte durch Umweltchemikalien” wird sowohl auf wissenschaftlicher Ebene als auch in der Öffentlichkeit äußerst kontrovers diskutiert. Da endogene Hormone wie Estrogene die Organentwicklung und Reproduktionsfähigkeit des Organismus regulieren, können potente endokrin-aktive Substanzen prinzipiell mit diesen physiologischen Regelkreisen interferieren und gegebenenfalls zu Gesundheitsstörungen führen (adverse Effekte). Die Hormonwirkung wird durch sogenannte Kernrezeptoren (nuclear receptors) ausgelöst. Daher können Tests, welche die Interaktion bzw. Aktivierung dieser Kernrezeptoren analysieren als Indikatortests (“screening”) zur Identifizierung von endokrin-aktiven Substanzen benutzt werden. Um eine valide Risikobewertung der adversen Effekte durchführen zu können, müssen längerfristige Studien am Tier durchgeführt werden. Die Evaluierung der adversen Effekte und der Expositionshöhe erlaubt, das Risiko einer endokrin aktiven Substanz auf die Gesundheit des Menschen sinnvoll und valide einzuschätzen.