Bedeutung von Antibiotika in Krankenhausabwässern

  1. Dr. Thomas Track and
  2. Prof. Dr. Gerhard Kreysa
  1. K. Ohlsen1,*,
  2. T. Ternes2,
  3. G. Werner3,
  4. D. Löffler2,
  5. W. Witte3 and
  6. J. Hacker1

Published Online: 6 FEB 2006

DOI: 10.1002/3527606599.ch17

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

How to Cite

Ohlsen, K., Ternes, T., Werner, G., Löffler, D., Witte, W. and Hacker, J. (2003) Bedeutung von Antibiotika in Krankenhausabwässern, in Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen (eds T. Track and G. Kreysa), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, FRG. doi: 10.1002/3527606599.ch17

Editor Information

  1. DECHEMA e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main, Germany

Author Information

  1. 1

    Institut für Molekulare Infektionsbiologie, Universität Würzburg, Würzburg, Germany

  2. 2

    ESWE-Institut für Wasserforschung und Wassertechnologie GmbH, Wiesbaden, Germany

  3. 3

    Robert-Koch-Institut, Zweig Wernigerode, Wernigerode, Germany

*Institut für Molekulare Infektionsbiologie, Universität Würzburg, Röntgenring 11, 97070 Würzburg, Germany

Publication History

  1. Published Online: 6 FEB 2006
  2. Published Print: 8 OCT 2003

ISBN Information

Print ISBN: 9783527310173

Online ISBN: 9783527606597

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Keywords:

  • Antibiotika;
  • Abwasser;
  • Staphylococcus aureus;
  • Enterococcus faecium;
  • Antibiotikaresistenz

Summary

Die Ausbreitung antibiotikaresistenter Mikroorganismen gefährdet zunehmend die Behandlung von Infektionskrankheiten. Hauptursache für diese Entwicklung ist der übermäßige und nicht immer gerechtfertigte Gebrauch von antibiotischen Substanzen in der Humanmedizin und Landwirtschaft. Unbekannt ist jedoch, ob auch Antibiotika im Abwasser von Krankenhäusern die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen fördern. Mehrere Antibiotika sind im Abwasser von Krankenhäusern nachweisbar, für die meisten pathogenen Infektionserreger zwar in subinhibitorischen Konzentrationen, vereinzelt werden jedoch auch inhibitorische Konzentrationen gefunden, z. B. für das hochpotente Fluorchinolon Ciprofloxacin bis zu 125 µg/L. Obwohl verschiedene pathogene Mikroorganismen im Abwasser in der Lage sind Antibiotikaresistenz-Determinanten auszutauschen, gibt es bislang keine Hinweise, dass subinhibitorische Antibiotikakonzentrationen im Abwasser die Weitergabe mobiler Resistenzdeterminanten fördern und damit die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen nachhaltig beschleunigen.