Bewertungsstrategien für pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen (Kurzstatement)

  1. Dr. Thomas Track and
  2. Prof. Dr. Gerhard Kreysa
  1. Gernot Klotz1,2

Published Online: 6 FEB 2006

DOI: 10.1002/3527606599.ch5

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

How to Cite

Klotz, G. (2003) Bewertungsstrategien für pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen (Kurzstatement), in Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen (eds T. Track and G. Kreysa), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, FRG. doi: 10.1002/3527606599.ch5

Editor Information

  1. DECHEMA e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main, Germany

Author Information

  1. 1

    Bayer AG, BAG-GPA, 51368 Leverkusen, Germany

  2. 2

    Bayer AG / Verband der Chemischen Industrie, Germany

Publication History

  1. Published Online: 6 FEB 2006
  2. Published Print: 8 OCT 2003

ISBN Information

Print ISBN: 9783527310173

Online ISBN: 9783527606597

SEARCH

Keywords:

  • Umwelt;
  • Arzneimittel;
  • endokrin wirksame Substanzen

Summary

Die ständige Weiterentwicklung der analytischen Möglichkeiten in Verbindung mit einer zunehmenden Anzahl von Forschungsprojekten zum Monitoring von Stoffen in der Umwelt führt dazu, dass immer mehr Stoffe nachgewiesen werden, die man früher nicht oder nicht in diesen geringen Mengen messen konnte. Dabei lässt das Vorhandensein und der analytische Nachweis einer Substanz in der Umwelt nicht direkt auf eine schädigende Wirkung schließen. Es lässt sich auch nicht ableiten, dass die generelle Belastung der Umwelt zunimmt.

Pharmazeutika und synthetische Chemikalien, die für die Herstellung einer breiten Palette von Produkten benötigt werden, sind ein unverzichtbarer Teil unserer modernen Gesellschaft, weil sie Grundbedürfnisse des Menschen erfüllen. Die Verwendung dieser Stoffe bedingt aber auch, dass sie je nach Anwendung entlang des Produktlebensweges in mehr oder minder großen Mengen in die Umwelt gelangen. Hierdurch ergibt sich, auch bei leicht abbaubaren Stoffen, eine unvermeidbare Exposition der Umweltmedien und der belebten Umwelt im Spurenbereich. Es entsteht durch die Berichterstattung zu diesen Ergebnissen in den Medien in der Öffentlichkeit oft fälschlicherweise der Eindruck, dass die Belastungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zunehmen. Daher wird es immer wichtiger, die Ergebnisse solcher Messungen sachgerecht und fundiert zu bewerten. Im Interesse eines hohen Standes des Gesundheits- und Umweltschutzes bei gleichzeitiger Erfüllung der Anforderungen der Gesellschaft an Funktion und Qualität der Produkte, ist das Ziel zu erreichen, die Konzentrationen in der Umwelt deutlich unterhalb einer gefahrlosen Aufnahmemenge zu halten. Das Konzept der Risikobewertung mit der Zusammenführung von Exposition mit dem ermittelten Gefahrenpotential ist dabei das geeignete Instrument, um notwendige Maßnahmen auszurichten. Die dabei herangezogenen Methoden müssen Qualitätskriterien wie z. B. Relevanz für Schutzziel, Wiederholbarkeit, relevanter Dosisbereich, statistische Validität, validiertes Testprotokoll erfüllen.