Arzneimittelrückstände in Grund- und Oberflächenwässern

  1. Dr. Thomas Track and
  2. Prof. Dr. Gerhard Kreysa
  1. Frank Sacher,
  2. Melanie Metzinger,
  3. Michael Wenz,
  4. Sabine Gabriel and
  5. Heinz-Jürgen Brauch

Published Online: 6 FEB 2006

DOI: 10.1002/3527606599.ch9

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen

How to Cite

Sacher, F., Metzinger, M., Wenz, M., Gabriel, S. and Brauch, H.-J. (2003) Arzneimittelrückstände in Grund- und Oberflächenwässern, in Spurenstoffe in Gewässern: Pharmazeutische Reststoffe und endokrin wirksame Substanzen (eds T. Track and G. Kreysa), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, FRG. doi: 10.1002/3527606599.ch9

Editor Information

  1. DECHEMA e.V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main, Germany

Author Information

  1. DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW), Karlsruher Str. 84, 76139 Karlsruhe, Germany

Publication History

  1. Published Online: 6 FEB 2006
  2. Published Print: 8 OCT 2003

ISBN Information

Print ISBN: 9783527310173

Online ISBN: 9783527606597

SEARCH

Keywords:

  • Arzneimittel;
  • Röntgenkontrastmittel;
  • Vorkommen;
  • Grundwasser;
  • Oberflächenwasser

Summary

Durch ein umfangreiches Monitoring konnte gezeigt werden, dass in deutschen Grund- und Oberflächenwässern eine Vielzahl von Arzneimittelrückständen nachgewiesen werden können. Das Vorkommen von Arzneimittelrückständen in Flüssen wie Rhein, Neckar oder Donau wurde systematisch untersucht, wobei saisonale Konzentrationsänderungen ebenso beachtet wurden wie die räumliche Verteilung der Befunde. Zur Untersuchung des Vorkommens von Arzneimittelrückständen in Grundwässern wurden Proben aus 105 Beobachtungsbrunnen entnommen und analysiert. Es wurde gefunden, dass in etwa einem Drittel der untersuchten Messstellen Arzneimittelrückstände auftraten. Die wichtigsten Vertreter waren dieselben wie in den Oberflächengewässern, d.h. Betablocker, Schmerzmittel, Antiepileptika, Röntgenkontrastmittel und Antibiotika. In den meisten Fällen korrelierten die Konzentrationen der Arzneimittel sehr gut mit den Gehalten des Abwassermarkers Bor, was zeigt, dass Abwasser die wesentliche Eintragsquelle für Arzneimittelrückstände in die aquatische Umwelt darstellt.