Temperaturmessung zum Ermitteln der Rissentstehung und des Rissfortschritts an widerstandspunktgeschweißten Verbindungen bei Ermüdungsversuchen

  1. Prof. Dr. Holger Frenz and
  2. Alois Wehrstedt
  1. Ping Xu and
  2. Bernhard Lehmkuhl

Published Online: 31 MAY 2007

DOI: 10.1002/9783527610310.ch27

Kennwertermittlung für die Praxis

Kennwertermittlung für die Praxis

How to Cite

Xu, P. and Lehmkuhl, B. (2007) Temperaturmessung zum Ermitteln der Rissentstehung und des Rissfortschritts an widerstandspunktgeschweißten Verbindungen bei Ermüdungsversuchen, in Kennwertermittlung für die Praxis (eds H. Frenz and A. Wehrstedt), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, Germany. doi: 10.1002/9783527610310.ch27

Editor Information

  1. Fachhochschule Gelsenkirchen, Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, 45877 Gelsenkirchen, Germany

Author Information

  1. Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung (BAM), Berlin, Germany

Publication History

  1. Published Online: 31 MAY 2007
  2. Published Print: 9 DEC 2002

ISBN Information

Print ISBN: 9783527306749

Online ISBN: 9783527610310

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Keywords:

  • Kennwertermittlung;
  • thermometrische Verfahren;
  • Temperaturmessung;
  • Ermitteln Rissentstehung;
  • Ermittlung Rissfortschritt;
  • widerstandspunktgeschweißten Verbindungen;
  • Ermüdungsversuche;
  • Ermüdungsverhalten von Punktschweißverbindungen;
  • Wöhler-Versuche;
  • Überlebenswahrscheinlichkeit;
  • Höhe und Neigung der Wöhlerlinie

Summary

Das schon seit über 100 Jahren angewendete Punktschweißen ist auch heute noch das dominierende Fügeverfahren für Dünnblechstrukturen aus Stahl im Rohkarosseriebau. Die Schweißstellen sind dabei in Hinsicht auf die Lebensdauer häufig die schwächsten Stellen eines Bauteils. Es werden deshalb im Bereich Entwicklung und Konstruktion zur Auswahl geeigneter Schweißparameter für die zu verbindenden Werkstoffe sowie für den Ort und die Anzahl der erforderlichen Schweißungen Kennwerte benötigt, die das Ermüdungsverhalten von Punktschweißverbindungen charakterisieren. Solche Kennwerte werden von Berechnungsingenieuren auch benötigt, um das Ermüdungsverhalten von geschweißten Strukturen numerisch zu analysieren und die Lebensdauer vorherzusagen. Das Ermüdungsverhalten von Punktschweißverbindungen ist ein Strukturverhalten und hängt u.a. vom Grundwerkstoff, der konstruktiven Gestaltung der Struktur und der Beanspruchung in der Schweißzone ab. Der Einfluss dieser Größen auf die Zeitfestigkeit von Schweißverbindungen wird im Allgemeinen an bestimmten Proben durch Wöhler- Versuche ermittelt. Als Kennwerte für eine festgelegte Überlebenswahrscheinlichkeit werden die Höhe und die Neigung der Wöhlerlinie ermittelt. Die in [1] erläuteten Probleme in Hinsicht auf das Ermitteln aussagefähiger Kennwerte führten in den letzten Jahren zu der neuen Entwicklung, nämlich der grundlegenden Klärung der Zusammenhänge von Probensteifigkeitsverlauf, Rissentstehung und Risswachstum sowie lokaler Beanspruchung in der Schweißzone. Das thermometrische Verfahren, mit dessen Hilfe Rissentstehung und Risswachstum erfasst werden können, wird nachfolgend erläutert.