»Dem Duce, dem Tenno und unserem Führer ein dreifaches Sieg Heil«. Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein deutscher Chemiker in der NS-Zeit

  1. Prof. Dr. Dieter Hoffmann1 and
  2. Prof. Dr. Mark Walker2
  1. Ute Deichmann

Published Online: 21 APR 2008

DOI: 10.1002/9783527622207.ch12

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

How to Cite

Deichmann, U. (2006) »Dem Duce, dem Tenno und unserem Führer ein dreifaches Sieg Heil«. Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein deutscher Chemiker in der NS-Zeit, in Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich (eds D. Hoffmann and M. Walker), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, Germany. doi: 10.1002/9783527622207.ch12

Editor Information

  1. 1

    Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstr. 22, D-14195 Berlin, Germany

  2. 2

    Dept. of History, Union College, Schenectady, NY 12308-3107, USA

Publication History

  1. Published Online: 21 APR 2008
  2. Published Print: 15 DEC 2006

ISBN Information

Print ISBN: 9783527405855

Online ISBN: 9783527622207

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Keywords:

  • Physiker;
  • Autonomie;
  • Anpassung;
  • Deutsche Chemische Gesellschaft (DChG);
  • Verein deutscher Chemiker (V.d.Ch.);
  • NS-Zeit;
  • starke ausländische Beteiligung;
  • Chemie in Deutschland international führend;
  • antijüdischen Maßnahmen;
  • einschneidende personelle Änderungen;
  • internationalen Bedeutung;
  • weitreichende Folgen für die Chemie

Summary

Die Deutsche Chemische Gesellschaft (DChG) und der Verein deutscher Chemiker (V.d.Ch.), beide während der schnellen Entwicklung der wissenschaftlichen Chemie und der chemischen Industrie unter starker ausländischer Beteiligung im 19. Jahrhundert gegründet, waren die wichtigsten wissenschaftlichen Vereinigungen von Chemikern in Deutschland. Die Chemie in Deutschland war seit dem Ende des 19. Jahrhunderts international führend, wobei jüdische Chemiker sowohl bei der Entwicklung der akademischen Chemie als auch in der chemischen Industrie eine herausragende Bedeutung hatten. Diese spiegelte sich auch in ihrer Beteiligung an den Aktivitäten der chemischen Gesellschaften wider, sodass die 1933 einsetzenden antijüdischen Maßnahmen insbesondere bei der DChG zu einschneidenden personellen Änderungen, auch in den Zeitschriften- und Handbuchredaktionen führten. Wegen der internationalen Bedeutung der chemischen Gesellschaften – etwa 40 % der über 4000 Mitglieder der DChG im Jahre 1932 waren Ausländer – hatte ihre politische Anpassung und die ihrer prominenten führenden Mitglieder in der NS-Zeit weitreichende Folgen für die Chemie auch über diese Zeit hinaus.