Rahmenbedingungen und Autoritäten der Physikergemeinschaft im Dritten Reich

  1. Prof. Dr. Dieter Hoffmann1 and
  2. Prof. Dr. Mark Walker2
  1. Richard H. Beyler

Published Online: 21 APR 2008

DOI: 10.1002/9783527622207.ch3

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

How to Cite

Beyler, R. H. (2006) Rahmenbedingungen und Autoritäten der Physikergemeinschaft im Dritten Reich, in Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich (eds D. Hoffmann and M. Walker), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, Germany. doi: 10.1002/9783527622207.ch3

Editor Information

  1. 1

    Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstr. 22, D-14195 Berlin, Germany

  2. 2

    Dept. of History, Union College, Schenectady, NY 12308-3107, USA

Publication History

  1. Published Online: 21 APR 2008
  2. Published Print: 15 DEC 2006

ISBN Information

Print ISBN: 9783527405855

Online ISBN: 9783527622207

SEARCH

Keywords:

  • Physiker;
  • Autonomie;
  • Anpassung;
  • Rahmenbedingungen;
  • Autoritäten;
  • Physikergemeinschaft im Dritten Reich;
  • Entnazifizierung;
  • Wissenschaft im Nationalsozialismus;
  • Inseln der Freiheit;
  • Orte der Kapitulation;
  • Orte der Kollaboration;
  • Verbrechen des NS-Regimes

Summary

Ein immer wiederkehrendes Thema in der wissenschaftshistorischen Diskussion ist die Frage, ob die Wissenschaft im Nationalsozialismus »ihre Freiheit behielt oder nicht«. Dieses Thema beherrschte besonders die Diskussionen der Nachkriegszeit, sei es in Form von Kritiken oder als Selbstrechtfertigungen von Betroffenen. Vor allem im Kontext der Entnazifizierung, aber auch in aktuellen historiographischen Diskursen spielte dieses Thema immer wieder eine Rolle. Dabei schälten sich drei vorherrschende Antwortschemata heraus: Ehrliche Bestätigung, redliches Leugnen und die Infragestellung der Anwendbarkeit des Konzeptes von der Freiheit. Die ehrlichen Ja- und Nein-Antworten waren konventionelle Repliken innerhalb der Mehrheit der Öffentlichkeit und der historisch interessierten Wissenschaftler. Daher kreisten viele Nachkriegsdiskussionen über das Schicksal der Wissenschaft im Dritten Reich um die Frage, ob die Wissenschaft als Ganzes bzw. einzelne wissenschaftliche Institutionen »Inseln der Freiheit« errichtet hatten, die dem anbrandenden Nationalsozialismus heroisch widerstanden oder ob sie eher Orte der Kapitulation oder Kollaboration in Bezug auf die Anmaßungen und Verbrechen des NS-Regimes waren.1)