Die Ausgrenzung und Vertreibung von Physikern im Nationalsozialismus: Welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft?

  1. Prof. Dr. Dieter Hoffmann1 and
  2. Prof. Dr. Mark Walker2
  1. Stefan L. Wolff

Published Online: 21 APR 2008

DOI: 10.1002/9783527622207.ch4

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich

How to Cite

Wolff, S. L. (2006) Die Ausgrenzung und Vertreibung von Physikern im Nationalsozialismus: Welche Rolle spielte die Deutsche Physikalische Gesellschaft?, in Physiker zwischen Autonomie und Anpassung: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich (eds D. Hoffmann and M. Walker), Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, Germany. doi: 10.1002/9783527622207.ch4

Editor Information

  1. 1

    Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Boltzmannstr. 22, D-14195 Berlin, Germany

  2. 2

    Dept. of History, Union College, Schenectady, NY 12308-3107, USA

Publication History

  1. Published Online: 21 APR 2008
  2. Published Print: 15 DEC 2006

ISBN Information

Print ISBN: 9783527405855

Online ISBN: 9783527622207

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Keywords:

  • Physiker;
  • Autonomie;
  • Anpassung;
  • Ausgrenzung/Vertreibung;
  • Physiker im Nationalsozialismus;
  • Rolle der Deutschen Physikalischen-Gesellschaft;
  • Machtergreifung der Nationalsozialisten;
  • Zäsur im deutschen Kultur und Geistesleben;
  • Nichtarier;
  • deutsche Universitäten;
  • Beurlaubungen;
  • Entlassungen;
  • Existenzgrundlage entzogen;
  • Emigration

Summary

Die »Machtergreifung« der Nationalsozialisten führte bereits im Frühjahr 1933 zu einer schwerwiegenden Zäsur im deutschen Kultur und Geistesleben. Das Instrumentarium dafür verschaffte sich die neue Regierung mit jener Gesetzgebung, die euphemistisch angeblich »das Berufsbeamtentum wiederherstellen« wollte, aber als wichtigste Bestimmung die sogenannten Nichtarier aus dem öffentlichen Dienst entfernte. An den deutschen Universitäten kam es daraufhin zu einer großen Zahl von Beurlaubungen und Entlassungen. Das trieb viele von den Betroffenen, insbesondere die Jüngeren unter ihnen, denen damit die Existenzgrundlage entzogen worden war, recht bald in die Emigration. Es war 1933 noch nicht zwingend abzusehen, dass es sich nicht nur um eine vorübergehende Maßnahme, sondern erst um den Beginn einer Abfolge von diskriminierenden Gesetzen und Verordnungen handelte. Sie schufen die Grundlage dafür, politische Gegner und »Nichtarier« bzw. später in etwas engerem Sinn als Juden definierte Bürger aus dem öffentlichen Leben Deutschlands völlig auszuschließen.