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Abstract

Es wird eine Versuchsanordnung beschrieben, die eine genaue absolute Messung der Kerrkonstanten von Dämpfen bei höheren Temperaturen bis zu 230° C erlaubt. Die Fehlerquellen und die erreichbare Genauigkeit werden eingehend diskutiert. Die Temperaturabhängigkeit der Kerrkonstanten des Dipolgases Äthylchlorid wird zwischen Zimmertemperatur und 177° C gemessen. Die Beobachtungen stellen eine weitere Bestätigung der Langevin-Bornschen Orientierungstheorie des Kerreffektes dar. Ferner werden für eine Reihe noch nicht gemessener organischer Dämpfe die Kerrkonstanten mitgeteilt und für einige, nämlich Äthylnitrit und die ersten Glieder der Ketone die Polarisationsellipsoide berechnet und diskutiert. Dabei ergibt sich z. B., daß beim Di - iso - Propylketon die Kerrkonstante im Gegensatz zu den niederen Ketonen, wie nach der Silbersteinschen Theorie zu erwarten, negativ wird und daß beim Diäthylketon die langgestreckte Zickzackform bzw. Konfigurationen, die in ihrer Nähe liegen, sehr bevorzugt sind. Schließlich werden für sämtliche bisher von uns untersuchten Stoffe (33) die Kerrkonstanten mit den daraus berechneten Polarisationsellipsoiden und Strukturdaten zusammengestellt.