Über den Einfluß der Ionisation und Dissoziation auf die spezifische Wärme

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Abstract

Die Berechnungsmethoden der spezifischen Wärme, die bisher eine mögliche Dissoziation oder Ionisation unberücksichtigt ließen, werden unter Benutzung der entsprechenden Zustandssummen auf solche Temperatur- und Druckbereiche ausgedehnt, in denen Ionisationen und Dissoziationen auftreten. Bei der Berechnung ergibt sich ein ausgeprägtes Maximum der spezifischen Wärme ungefähr ber der Temperatur, bei der der Ionisations- bzw. Dissoziationsgrad 0,6 beträgt. Als Beispiele werden die spezifischen Wärmen von Wasserstoff für die beiden Vorgänge H2 → 2 H und H → H+, sowie von Quecksilber für die ersten Ionisationsstufen berechnet und gezeichnet. Schließlich wird ein Anwendung der Theorie auf die spezifische Wärme von Halbleitern gegeben. Es wird gezeigt, daß die eigenartige Form des Verlaufes der spezifischen Wärme es unter Umständen gestattet, die spezifische Wärme des Elektronengases in Halbleitern direkt nachzuweisen.

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