Über die Elektronenemission kristalliner Metalloberflächen und ihre Beziehungen zu den Gesetzmäßigkeiten des Kristallbaus I Reine Einkristalloberflächen

Authors


  • Diese und die folgende Arbeit waren bereits im November 1943 abgeschlossen und sollten in den “Chemischen Reichsberichten” (dort eingegangen im Dezember 1943) abgedruckt werden. Durch Bombenschaden bei der Redaktion und durch die weiteren Kriegsereignisse wurde das Erscheinen hinausgezögert.

Abstract

Es werden die Ergebnisse der Elektronenemissionsforschung denen der Kristallbauforschung am Wolfram-Einkristall gegenübergestellt. Daraus ergeben sich drei mögliche Beziehungen zwischen den Austrittspotentialen der Kristallflächen und den Eigenschaften, die die Kristallfläche als solche charakterisieren: 1. Die Abtrennarbeiten der Atome, 2. die Atomkettendichte und 3. die spezifische Oberflächenenergie. Es wird angegeben, in welcher Weise die Entscheidung zwischen diesen Möglichkeiten auf experimentellem Wege getroffen werden kann. Z. Z. erscheint ein Zusammenhang zwischen Elektronenaustrittsarbeit und spezifischer Oberflächenenergie als besonders ergiebig für weitere Folgerungen. Aus ihm werden die Verhältnisse der Atomabtrennarbeiten sowie die spezifischen Oberflächenenergien für die einzelnen Kristallflächen berechnet. Bemerkenswerterweise ergibt sich das Verhältnis von Atomabtrennarbeit aus der Halbkristall-Lage zu Elektronenaustrittsarbeit aus derselben Lage zu 2.

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