Elektronenbremsung an Röntgenniveaus

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Abstract

Mit der verschärften magnetischen Halbkreismethode wurden die Energieverluste von 6 bis 8,5 ek Volt-Elektronen nach dem Durchgang durch sehr dünne Kollodiumhäutchen (Dicke um 100 ÅE) untersucht. Es ergab sich:

In den nach dem Durchgang durch die Folien auftretenden kontinuierlichen Geschwindigkeitsspektren wurden neben zahlreichen Elektronen, die kleinere Energieverluste durch Zusammenstöße mit den äußeren Hüllenelektronen der durchschossenen Atome erlitten hatten, bei längeren Belichtungszeiten auch Elektronengruppen gefunden, die um die K-Anregungsenergie von C verzögert worden waren. Auch an der Stelle der K-Anregungsenergie von O wurde ein schwächeres Maximum im Spektrum gefunden und bei der entsprechenden Stelle für N eine, wenn auch schwache, Unstetigkeit. Der wahrscheinlichste Energieverlust für die K-Anregung von C wurde zu 291,2 und der von O zu 543 e Volt bestimmt.

Auf 170 Elektronen, die in der äußeren Hülle der durchschossenen Atome unelastische Zusammenstöße erlitten hatten, kam eine K-Anregung von C bei einer Primärenergie von 7,5 ekVolt und einem mittleren Streuwinkel von 1,7°. Dieses Verhältnis ist abhängig vom Streuwinkel, eine Abhängigkeit von der Primärenergie ist ebenso zu erwarten.

Die totale K-Anregungswahrscheinlichkeit für 7,5 ekVolt-Elektronen in massiver C-Antikathode wird abgeschätzt zu etwa 2—3 Anregungen auf ein einfallendes Elektron.

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