Über die Druckzerstörung des ZnS[BOND]Cu-Phosphors durch Mahlen und ihre Folgeerscheinungen

Authors


Abstract

  • 1Es wurde der Mahlvorgang bei einem technisch hergestellten ZnS[BOND]Cu-Phosphor verfolgt und die Korngrößenverteilung der einzelnen Mahlfraktionen untersucht. Die Abhängigkeit der mittleren und häufigsten Korngröße von der Mahldauer bei verschiedenen Mahlgeschwindigkeiten wurde in Kurven dargestellt. Es ergibt sich, daß die nach gleichen Mahlzeiten erhaltene mittlere Korngröße keine einfache Funktion von der Mahlgeschwindigkeit ist.
  • 2Die mittlere Korngröße strebt mit fortschreitender Mahldauer einem Grenzwert zu, der etwa bei 4 μ liegt. Elektronenmikroskopisch wurde das Auftreten zweier Gruppen von Teilchen mit mittleren Durchmessern von 40 mμ bzw. 0,22μ festgestellt. Es wird vermutet, daß es sich hierbei um „Splitter” handelt, die möglicherweise eine chemische Umwandlung erfahren haben.
  • 3Die einzelnen Mahlfraktionen wurden nach dem Debye-Scherrer-Verfahren röntgenographisch untersucht und die Umwandlung der Wurzitstruktur in die Blendestruktur graphisch dargestellt. Es ergibt sich eine gute übereinstimmung mit den Korngrößenkurven, soweit ein Vergleich hier möglich ist.
  • 4Es wird eine Röntgenmethode angeführt, die gestattet, die Korngrößenabnahme mit fortschreitender Mahldauer relativ zu verfolgen.
  • 5Orientierende Versuche über die Emission der lichterregten Substanz zeigen eine starke Abnahme der Emission der einzelnen Fraktionen mit fortschreitender Mahldauer und zwar sowohl während der Erregung (mit UV-Licht) als auch zu verschiedenen Zeiten danach.
  • 6In einer Kathodenstrahlapparatur wurden die einzelnen Mahlfraktionen erregt und die spektrale Intensitätsverteilung mittels Spektrograph auf der photographischen Platte festgehalten. Die photometrierten Schwärzungen liefern folgendes Ergebnis: Es ist eine grüne Bande vorhanden, deren Maximum sich mit fortschreitender Fraktion von 525 mμ zu 565 mμ verschiebt. Außerdem tritt mit fortschreitender Umwandlung der Wurzitstruktur in die Blendestruktur die blaue Bande des Grundmaterials hervor.
  • 7Es zeigt sich, daß die fremdaktivierten Zentren stärkerer Zerstörung unterliegen und daß wahrscheinlich durch geringfügige änderung der Gitterstruktur die Bandenverschiebung zustande kommt.

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