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Abstract

Die Theorie der Bremslänge von Neutronen wird unter strenger Berücksichtigung der Kopplung zwischen dem einzelnen Streuwinkel und dem einzelnen Energieverlust entwickelt. Sie führt im allgemeinen zu recht unhandlichen Formeln für die Bremslänge. Es wird eine Reihendarstellung [Gln. (14) und (21)] und eine Integraldarstellung [Gl. (24)] gegeben.

Einfache und strenge Ausdrücke werden hergeleitet für den Anfangswert der Bremslänge [Gl. (23)], für die Bremslänge in Wasserstoff [Gl. (26)] und für den asymptotischen Verlauf der Bremslänge bei starker Bremsung [Gln. (31), (33) und (34)].

Ist der Einzelstoß elastisch und isotrop im Schwerpunktssystem, so wirkt die erwähnte Kopplung im Sinne einer Vergrößerung der Bremslänge. Der relative Einfluß der Kopplung verschwindet aber asymptotisch mit zunehmender Bremsung.

Allgemein bewirkt bei starker Bremsung die Kopplung eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Bremslänge, je nachdem equation image kleiner oder größer als 1 ist [c = Ablenkungs-cos, ξ = logarithmischer Energieverlust beim Einzelstoß; Gln. (31) und (32)].

Mit c (ξ) = const. erhält man wieder die früheren Ergebnisse für den kopplungsfreien Fall.