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Abstract

Das Absorptionsvermögen von Kupfer erwies sich bei Messungen von K. Weiß in der Gegend von 5–10 μ als innerhalb der Meßgenauigkeit unabhängig von der Wellenlänge. Dies der bekannten Hagen-Rubens-Beziehung widersprechende Verhalten steht vollkommen im Einklang mit Drudes Metallelektronentheorie nach Drudes Dispersionsformeln berechnet, zeigt das Reflexionsvermögen in dem genannten Wellenbereich einen sehr flachen Anstieg mit einem Wendepunkt, in dem bei−183° die Tangente horizontal, bei + 20° schwach geneigt verläft. Der Betrag der Weißschen Meßwerte deutet auf eine Erhöhung des spezifischen Widerstandes der polierten Oberfläche gegenüber dem kompakten Metall hin, die in Beziehung gesetzt wird zu den neueren Vorstellungen von der Struktur polierter Metalloberflächen.

Dagegen befolgt Manganin im Einklang mit der Theorie die Hagen-Rubens-Beziehung.

Der bei Eisen gemessene steile Anstieg der Absorption mit abnehmendem λ deutet auf Elektronenübergänge aus dem unvollständig besetzten d-Band in das s-Band der Leitungselektronen hin.