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Abstract

Die Umwandlung der kinetischen Energie von α-Teilchen in Licht beim Szintillationsvorgang in pulverförmigen ZnS-Ag-Schichten wird sowohl an einzelnen α-Teilchen als auch an vielen den Leuchtstoff gleichzeitig erregenden α-Teilchen quantitative mit Hilfe eines Sekundär-Elektronenvervielfachers untersucht und zu einem Meßverfahren zur Energiebestimmung und Eichung von α-Strahlenpräparaten ausgebaut. Durch Zählung der einzelnen Lichtblitze der α-Teilchen und durch gleichzeitige Messung der Lichtintensität wird nachgewiesen, daß die von einzelnen α-Teilchen gleicher Energie hervorgerufenen Lichtblitze keineswegs gleich groß sind, sondern erheblich um einen mittleren Wert schwanken. Eine wesentliche Verbesserung dieser Verhältnisse erhält man bei Benutzung von großen Einkristallen aus Cadmiumsulfid. Diese geben beim Auftreffen von α-Teilchen bestimmter Energie Lichtblitze, die nur noch etwa um eine mittlere Größe um maximal ± 25% schwanken. Es lassen sich mit dieser Methode einzelne α-Teilchen bis herunter zu einer Energie von 100000 Volt registrieren und ausmessen. Aus Gleichstrommessungen mit vielen α-Teilchen ergibt sich, daß die physikalische Ausbeute bei der Umwandlung der α-Teilchen in Licht bei ZnS-Ag nahezu unabhängig von der Energie der α-Teilchen, wenigstens in einem Bereich von 0,1–5 MeV, ist. Noch 100 α-Teilchen/sec lassen sich ohne Schwierigkeiten als ein im Vervielfacher erzeugter Gleichstrom von etwa 10−9 Amp. nachweisen. Die Messungen füren zu einer Methode, um α-Aktivitäten beliebiger Stärke zu eichen.