Zum Problem der Maxwellschen Spannungen

Authors


Abstract

Um die verschiedenen, in letzter Zeit vorgeschlagenen Ausdrücke für die magnetostatische Kraftdichte �� prüfen zu können, fügen wir den Maxwellschen Gleichungen das Postulat hinzu, daß sich �� als. Divergenz eines symmetrischen Spannungstensors berechnen lassen solle, nicht nur außerhalb des Magneten, sondern auch im Innern desselben. Der klassische Maxwell-Tensor führt in symmetrisierter Form weder auf den Ansatz �� = div �� · �� noch auf den Ansatz �� = μ div �� · ��, sondern auf die kompliziertere Gl. (11). Neben den Maxwellschen stellen wir einen „modifizierten Spannungstensor” unter Hinweis auf eine kürzlich erschienene Darstellung von L. Kneissler. Die zu diesem Tensor gehörende Kraftdichte wird durch die Vorstellung der Ampereschen Molekularströme nahegelegt. Das aus ihm folgende Drehmoment verhält sich zu dem aus dem Maxwell-Tensor folgenden wie μ : μ0 (μ = Permeabilität des Außenraumes). Durch Messung des Drehmomentes kann man also zwischen diesen beiden Tensoren und den ihnen entsprechenden Kraftdichten entscheiden. Es wird aber betont, daß von unserem rein phänomenologischen Standpunkt aus die Form des Spannungstensors nicht eindeutig bestimmt ist und daß auch die Messung des Drehmoments noch keinen eindeutigen Aufschluß über die zugrunde liegende Kraftdichte liefert.

Ancillary