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Abstract

Die Wagner-Schottkysche Fehlordnungstheorie wird auf elektronenleitende heterotype Mischphasen erweitert. Hierbei kann sowohl modellmäßig wie experimentell gezeigt werden, daß ein Zusatz höher- und niederwertiger Oxyde zu einem Wirts-Oxyd definierte Leitfähigkeitsänderungen im Sinne der Halbleitertheorie ergibt. Folgende allgemeine Regeln wurden gefunden:

  • 1
    Die elektrische Leitfähigkeit von Elektronendefektleitern wird durch Zusatz niederwertiger Kationen erhöht und durch Zusatz von höherwertigen Kationen erniedrigt.
  • 2
    Bei Elektronenüberschußleitern treten gerade umgekehrte Verhältnisse auf. Hier wird die elektrische Leitfähigkeit durch Zusatz niederwertiger Kationen erniedrigt und durch Zusatz höherwertiger Kationen erhöht.
  • 3
    Halbleiter mit Gittereigenhalbleitung zeigen sowohl bei Zusatz höherer wie niederwertiger Kationen eine Leitfähigkeitszunahme.

Die an elektronenleitenden Mischsystemen gefundenen Gesetzmäßigkeiten gestatten an Hand der Wagnerschen Theorie der Zundervorgänge an Metallegierungen eine Vorhersage über die Beeinflussung der Zundergeschwindigkeit eines Metalls durch Zusätze fremder Metalle.