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Abstract

Die bei radialer Einstrahlung von α-Teilchen längs des Zählrohrradius gebildeten primären Elektronen benötigen bei Dampffüllung verhältnismäßig lange Zeiten für ihren Weg vom Entstehungsort zum Draht. Die zuerst (in etwa 5 · 10−8 sec) ankommenden Elektronen verursachen praktisch den zunächst beobachteten Proportionalimpuls (Stufe), die später (im Zeitintervall bis etwa 2 · 10−7 sec) ankommenden Elektronen finden ein raumladungsgeschwächtes Feld vor, tragen also wenig zum weiteren Impulsverlauf bei. Während der etwa 2 · 10−7 sec hat sich aus der Proportionalimpulslawine durch Abwandern der Elektronen zum Draht und infolge der geringen Beweglichkeit der Dampfionen allmählich ein positiver Raumladungskopf zur Kathode hin entwickelt, der den weiteren Entladungsmechanismus im Sinne der von Raether und Loeb und Meek entwickelten Vorstellung über den Kanal-Mechanismus des Funkendurchschlags bestimmt. Die nach dieser Zeit ankommenden restlichen 25–30% der primär gebildeten Elektronen finden jetzt für Stoßionisation gegenüber den Anfangsbedingungen verbesserte Feldbedingungen vor und verursachen den Impulsanstieg zur übergroßen Entladung. Infolge der hohen positiven Raumladungsdichte und der großen Zahl von Elektronen kommt es hierbei vermutlich durch Rekombination von Elektronen und positiven Ionen zu einer hohen Zahl von kurzwelligen Quanten. Diese werden in der Dampffüllung des Zählrohrs bereits auf 1 mm Weglänge quantitative absorbiert, wobei Photoelektronen entstehen, die den Fortbestand der Entladung herbeiführen. Die Entladung löscht schließlich nach einigen μsec infolge allmählichen Abwanderns der positiven Ionen zur Kathode hin in Gebiete geringerer Feldstärke und infolge von Querdiffusion.