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Abstract

Brennt man einen Kohlebogen zwischen einer reinen, möglichst feinkörnigen Graphitanode und einer dünnen Kathode aus weitgehend beliebig wählbarem Material, so ist die Strahldichte des Positivkraters in großen Gebieten von Strom und Winkelstellung unabhängig und reproduzierbar. Aus eingehenden Messungen kann auf eine Reproduzierbarkeit von ± 1 bis 1,5% geschlossen werden, wenn die Stromstärke 0,75 bis 0,95 der Zischstromstärke beträgt und der Winkel zwischen 90 und 120° liegt. Die spektrale Energieverteilung ist durch die Plancksche Isotherme und das spektrale Emissionsvermögen gegeben. Beide werden getrennt voneinander gemessen. Für die wahre Kratertemperatur ergibt sich mit c2 = 1,438 cm Grad und Pt-Schmelzpunkt TPt = 1769°, also in der 1948 auf der 10. Generalkonferenz festgelegten Temperaturskala WK = 3995 ± 20° K. Die Fehlergrenze ist ausreichend hoch angesetzt.

Das spektrale Emissionsvermögen wird in Form einer Kurve angegeben. Die Abweichungen verschiedener Kohlen werden eingehend diskutiert. Eine Verschiebung der Temperaturskala beeinflußt das spektrale Emissionsvermögen nicht. Zwischen 365 und 415 mμ ist die Schichtdicke der Flammenstrahlung so groß, daß die Kraterstrahldichte merklich verändert wird. Die dort auftretenden starken CN-Banden müssen entweder mittels CO2-Atmosphäre entfernt werden, oder die Dispersion muß so groß gewählt werden, daß zwischen einzelnen Bandenlinien gemessen werden kann.