Elektroneninterferenzen an Bleijodid bei Durchstrahlung im konvergenten Bündel

Authors


  • Herrn Prof. Dr. W. Kossel möchte ich für sein förderndes Interesse und viele wertvolle Anregungen meinen besonderen Dank aussprechen.

Abstract

I. PbJ2, das sich infolge der hohen Ordnungszahl von Pb und J durch starke dynamische Wirkungen bei der Elektronenbeugung auszeichnet, wird im konvergenten Bündel durchstrahlt. Die Intensität der stärksten Bänder (1210), (2021) und (1231) wird bei Kristallen verschiedener Dicke gemessen und den von Artmann und Fues-Riedel errechneten Intensitäten gegenübergestellt. Man findet bei dünnen Kristallen qualitative Übereinstimmung mit den theoretischen Ergebnissen. Ein quantitativer Vergleich zeigt, daß die beobachteten Bandintensitäten durchweg kleiner sind als die errechneten.

Die Abnahme der Bandintensität und der schließliche Umschlag zu dunklen Bändern bei zunehmender Kristalldicke läßt sich auf Verschiedenheit der Absorption zu beiden Seiten der Interferenzrichtung zurückführen. Bei der Abhängigkeit der Bandintensität von der Richtung gegen den Primärstrahl muß man augenscheinlich dieselben Vorgänge im Spiel sehen.

II. Eine von I. Ackermann an PbJ2 gefundene Ausfallerscheinung wird in weiteren Fällen beobachtet und an Hand der Phasenbeziehungen zwischen den beteiligten Wellen verständlich gemacht (Kap. A). In Kap. B werden Reflexe erwähnt, die sich nach der gewohnten Vorstellung nicht ohne weiteres verstehen lassen. In Kap. C wird auf interessante Kopplungserscheinungen hingewiesen.

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