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Abstract

Es wird eine Funktion s definiert durch drei Forderungen:

  • 1
    Sie soll eine Funktion der thermodynamischen Zustandskoordinaten sein.
  • 2
    Bei der Anwendung der Funktion auf spezielle Probleme darf niemals ein Widerspruch zum ersten Hauptsatz auftreten.
  • 3
    Schließlich wird die Funktion s durch eine Beziehung zwischen ihr und der Zeit definiert.

Diese Beziehung soll sämtliche Zeitgesetze der irreversibel ablaufenden Vorgänge repräsentieren. Sie ist die eigentliche Definitionsgleichung für s. Die Funktion s wird also durch den Ablauf der irreversiblen Vorgänge bestimmt.

Durch diese drei Forderungen ist die Funktion s vollständig eindeutig als Funktion der Zustandskoordinaten bestimmt. Das Schema der Differentialgleichungen für s ist identisch mit dem bekannten für die Entropie.

Es wird also gezeigt, daß sich die Entropie bei irreversiblen Vorgängen als Funktion der Zeit erweist und daß die klassische Entropiedefinition zu eng ist, weil sie nur die Abhängigkeit der Entropie von den Zustandskoordinaten richtig wiedergibt, über die zeitliche Abhängigkeit aber nichts aussagt.

Daraus ergibt sich des weiteren, daß der Begriff der Zustandsfunktion auch auf Glieder irreversibler Folgen, d. h. auch auf Nichtgleichgewichtszustände angewendet werden darf.