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Abstract

Es wird angegeben, wie man aus dem Verlauf des An- und Abklingens des Photostroms feststellen kann, ob zur Beschreibung der Rekombination eine Bilanzgleichung, insbesondere eine solche von der Form dn/dt = a −α n −β n2 ausreichend ist. Anwendung der Methode auf die Messungen von Fassbender und Seraphin zeigt, daß die behauptete Bestätigung der obigen Bilanzgleichung nicht zutrifft, soweit eine Nachprüfung möglich ist. Der Abklingvorgang ist zu langsam im Verhältnis zum Anklingen und man muß neben der Elektronenkonzentration im Leitungsband mindestens eine zweite Variable und damit eine zweite Bilanzgleichung einführen. Die nur auf eine Variable bezogene Bezeichnung „gemischter mono- und bimolekularer Mechanismus” verliert damit ihre Bedeutung. Als zweite Variable kommt in erster Linie die Elektronenkonzentration in den Haftstellen in Betracht. — Neue Messungen an anderen Kristallen sind näherungsweise mit der oben genannten Bilanzgleichung vereinbar; ob auch die Abhängigkeit von der Lichtintensität richtig wiedergegeben wird, wurde bisher nicht untersucht.