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Abstract

Auf wellenoptischer Grundlage wird eine Theorie der Zweistrahlinterferenzen am einfachen Keil entwickelt („Zweistrahlinterferenzen” sind sämtliche Interferenzen, bei denen immer zwei Wellenzüge miteinander interferieren). Dabei wird die räumliche Struktur der Interferenzerscheinung, d. h. Raumbereich, Kontrast, Intensitätsverteilung usw., bestimmt, wobei sich unter anderem folgendes ergibt:

  • 1
    Bei allen Messungen der Länge, Dicke usw. mit Lichtwellen der Länge λ durch Zweistrahlinterferenzen gleicher Dicke darf man die zwischen zwei benachbarten Interferenzstreifen erfolgende Änderung des Gangunterschiedes in Hauptstrahl-Richtung nie streng = λ setzen, auch im Grenzfall verschwindenden Keilwinkels nicht. Vielmehr tritt dabei stets noch ein von der Apertur abhängiger Korrekturfaktor auf. Dieser Faktor wird für Aperturen zwischen 0 und 90° berechnet, für den neuen Zeißschen Interferenzkomparator zahlenmäßig angegeben und experimentell bestätigt.
  • 2
    Zweistrahlinterferenzen gleicher Dicke müssen, auch bei streng monochromatischem Licht, in gewissen Fällen Schwebungen zeigen. Diese Schwebungen, die nichts mit der Struktur des Spekturms zu tun haben, sind durch die Apertur bedingt.