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Abstract

Es wurde die Durchschlagsspannung von Stickstoff bei Drücken von 4 bis 100 at und kleinen Elektrodenabständen gemessen. Es ergaben sich Abweichungen vom Paschen-Gesetz, wenn die Durchschlagsfeldstärke etwa 4 · 105 V/cm erreichte. Die bei ansteigender Spannung gemessenen Zündverzögerungen lassen sich in die von v. Laue geforderte Verteilungsfunktion für statistisch bedingte Verzögerungszeiten umwerten. Bis etwa 20% Überspannung ist die mittlere statistische Zündverzögerung annähernd umgekehrt proportional der prozentualen Überspannung. Erst bei höherer Überspannung nimmt sie stärker ab. Die ermittelten Verteilungsfunktionen zeigen, daß die gemessenen Verzögerungszeiten auf rein statistische Ursachen zurückgeführt werden können. Dies gilt auch im Gebiet der Abweichungen vom Paschen Gesetz. Die mittleren statistischen Zündverzögerungen betragen bei hohen Gasdrücken und einigen Prozent Überspannung einige Sekunden. Dies deutet darauf hin, daß bei hohem Gasdruck und entsprechend großer Feldstärke ein von der Feldstärke bestimmter Mechanismus nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit zum Durchschlag führt.