Über die Isotopieverschiebung im Spektrum des Gadoliniums

Authors


  • Herrn Prof. Dr. Gustav Hertz zum 70. Geburtstage gewidmet.

Abstract

Der in der Isotopieverschiebung von Nd und Sm beim Einbau des 45. Neutronenpaares auftretende charakteristische Sprung konnte bisher am natürlichen Gemisch der Gd-Isotope wegen der geringen Häufigkeit von Gd 152 und Gd 154 nicht beobachtet werden. Unter Verwendung von angereicherten Gd-Proben wird mit einem Fabry-Perot-Interferometer die Isotopieverschiebung von 19 Gd I- und Gd II-Linien untersucht. Die relative Isotopenlage, bezogen auf den Abstand Gd 160–Gd 158 = 1, ergibt sich zu: 1,82 ± 0,08 (Gd 157); 1,97 ± 0,08 (Gd 156); 2,63 ± 0,03 (Gd 155); 3,27 ± 0,04 (Gd 154); 6,27 ± 0,06 (Gd 152). Damit ist auch für das Gd der charakteristische Sprung in der Isotopieverschiebung mit Sicherheit nachgewiesen. Die aus der Isotopieverschiebung bestimmte Änderung der Kerndeformation erlaubt aus dem bekannten eingeprägten Quadrupolmoment Q0 von Gd 154 das Q0 von Gd 152 zu ± + 4,6 ± 10−24 cm2 abzuschätzen.

Ancillary