Zur Wirkung der Versetzungen auf die Anfangspermeabilität von Nickel im rekristallisierten und im plastisch verformten Zustand

Authors


  • Herrn Prof. Dr. Gustav Hertz zum 70. Geburtstage gewidmet.

Abstract

Für einige Folgerungen aus den kürzlich vom Verfasser vorgeschlagenen Modellvorstellungen zur Theorie der ferromagnetischen Hystereseschleife des rekristallisierten („magnetisch weichen”) Zustandes1)2)3) werden weitere Vergleiche mit bekannten älteren Meßbefunden durchgeführt. Der hypothetisch angenommene Elementarvorgang einer zylinderförmigen Auswölbung der Blochwand zwischen den Versetzungen, an denen sie fixiert ist, erklärt nicht nur für rekristallisiertes Nickel den gemessenen Temperaturgang der Anfangspermeabilität (AP) im Bereich zwischen –180° und 200° C sondern auch für plastisch verformtes oder unvollständig rekristallisiertes Nickel, wobei allerdings die obere Temperaturgrenze dieses Gültigkeitsbereiches der Wandwölbung von 200° bis auf etwa Raumtemperatur bei stark plastisch verformtem Nickel absinkt, und zwar ungefähr nach Maßgabe der Spannungsanisotropie, die mit wachsenden Verformungsspannungen (Eigenspannungen) den Einfluß der Kristallanisotropie oberhalb der erwähnten Temperaturgrenze übersteigt. Dieser Vergleich mit älteren Messungen stützt die Vermutung, daß die technisch erreichbaren Höchstgrenzen der AP mindestens in vielen Fällen besser auf den Vorgang der reversiblen Wandwölbung zwischen Versetzungen zurückgeführt werden können als auf die früher vom Verfasser angenommene Wirkung der „magnetostriktiven Restspannungen” im rekristallisierten Gefüge4).

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