Über die elektrische Leitfähigkeit von Blei(II)-oxyd mit Zusätzen von Kaliumoxyd

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Abstract

In vorangehenden Arbeiten wurde festgestellt, daß Blei(II)-oxyd bei einem Zusatz von höherwertigen gitterfremden Kationen keine Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit zeigt. Ziel der vorliegenden Untersuchung war, festzustellen, in welcher Weise eine Beeinflussung der elektrischen Leitfähigkeit durch ins PbO-Gitter eingebaute niederwertigere gitterfremde Kationen eintritt, um daraus nach der Wagner-Schottkyschen Fehlordnungstheorie, Rückschlüsse auf den Leitungsmechanismus im Blei(II)-oxyd ziehen zu können.

Die im Temperaturbereich von 200° C bis 500° C durchgeführten Messungen zeigen, daß bei niedrigen Zusätzen von K2O zum PbO eine Zunahme der elektrischen Leitfähigkeit eintritt, was auf Elektronendefektleitung hindeutet, daß jedoch bei höheren Zusätzen die Leitfähigkeit keinerlei weitere Veränderungen zeigt. In diesem Bereich muß also ein anderer Fehlordnungsmechanismus vorliegen als die ausschließliche Ausbildung von Substitutionsstörstellen und einer äquivalenten Zahl von Defektelektronen.

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