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Abstract

Mit Hilfe eines näher beschriebenen Verfahrens wird die Konzentrationsverteilung der Ladungsträger in teilweise beleuchteten CdS-Kristallen bei Zimmertemperatur und 80°C untersucht. Es ergibt sich, daß zwei exponentielle Konzentrationsabfälle mit um Größenordnungen verschiedenen charakteristischen Längen sich aneinander anschließen. Für den ersten, steileren Konzentrationsabfall ergeben sich Diffusionslängen von 3 bis 15 μ bei nicht bewußt aktivierten, von 3 μ bei Mn-aktivierten und um 27 μ bei Ag-aktivierten Kristallen. Er hängt ab von Größe und Richtung der angelegten Spannung. Für den zweiten, flacheren Konzentrationsabfall ergaben sich „Diffusionslängen” von 0,2 bis 1,25 mm für nicht bewußt aktivierte und 0,15 bis 0,3 mm für Ag-aktivierte Kristalle. Der Einsatzpunkt des zweiten, flacheren Konzentrationsabfalls variiert von Kristall zu Kristall stark und ist deutlich temperaturabhängig. Bei Kristallen einer bestimmten Herkunft fehlt der flache Konzentrationsabfall ganz. Der erste, steilere Abfall wird als „ambipolare” Diffusions der Ladungsträger gedeutet. Die Lebensdauer der Löcher ergibt sich dann zu 10−9 bis 10−7 sec (unter der Annahme Dp ≈; 5 cm2/sec). Der zweite, flachere Abfall ist im wesentlichen durch Reabsorption von Lumineszenzlicht bedingt. Durch besondere Experimente wird gezeigt, daß das Lumineszenzlicht bei CdS Photoleitfähigkeit zu erzeugen vermag.