Empfindlichkeit und natürliche Nachweisgrenze beim Nickelbolometer

Authors


Abstract

Die Arbeit befaßt sich mit Metallbolometern, die zur Messung kleinster Strahlungsintensitäten benützt werden. Um die Theorie der Bolometerempfindlichkeit und der natürlichen Nachweisgrenze experimentell zu prüfen, wurde eine umfangreiche Apparatur gebaut, die es ermöglicht, die Abhängigkeit der Bolometerempfindlichkeit von sämtlichen Parametern zu untersuchen. Messungen an speziell zu diesem Zweck hergestellten Nickelbolometern zeigen, daß alle diese Einflüsse tatsächlich meßtechnisch erfaßbar sind und in bester quantitativer Übereinstimmung mit der Theorie stehen. Rauschmessungen mit einer neuartigen Meßmethode bei verschiedenen Frequenzen und Temperaturen ergeben ein Rauschen, das bei niedrigen Betriebstemperaturen des Bolometers in Übereinstimmung mit der Theorie ist. Bei hohen Temperaturen übersteigt es jedoch den theoretischen Wert um ein mehrfaches. Eine Deutung dieser Erscheinung wird in einem lockeren Kristallgefüge des elektrolytischen Nickelniederschlages gesucht. Die Messung der natürlichen Nachweisgrenze kann mit einer Genauigkeit durchgeführt werden, wie sie bisher noch nicht erreicht wurde. Der Vergleich mit der Theorie ergibt eine sehr gute Übereinstimmung. Zum Schluß werden in einer zusammenfassenden Übersicht die Nickelbolometer mit den übrigen zur Zeit bekannten besten thermischen Strahlungsempfänger nach einheitlichen Gesichtspunkten verglichen.

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