Über die Struktur von Leuchtzentren in aktivatorhaltigen Zinksulfidphosphoren

Authors

  • N. Riehl,

    1. München, Laboratorium für Techn. Physik der Technischen Hochschule und Liebenwalde, Physik.-Techn. Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften
    Search for more papers by this author
  • H. Ortmann

    1. München, Laboratorium für Techn. Physik der Technischen Hochschule und Liebenwalde, Physik.-Techn. Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften
    Search for more papers by this author

  • Herrn Professor Dr. Walther Gerlach zum 70. Geburtstage gewidmet

Abstract

Es wird die Umwandlung blauleuchtender Cu-Zentren in grünleuchtende (sowie die Rückumwandlung) untersucht. Es zeigt sich, daß die Umwandlung bereits bei 200° C mit deutlich beobachtbarer Geschwindigkeit ablaufen kann. Die Umwandlung führt zur Einstellung eines gewissen, für jede Temperatur charakteristischen Gleichgewichtsverhältnisses der Konzentration grünleuchtender Zentren zu der der blauleuchtenden; im Temperaturgebiet 20–300° C verschiebt sich das Gleichgewicht mit zunehmender Temperatur zugunsten der grünleuchtenden Zentren. (In derselben Richtung wirken desulfurierende, an der Kristalloberfläche angreifende Reagenzien.) Durch genügend schnelles Wiederabkühlen auf Zimmertemperatur kann man ein für höhere Temperaturen charakteristisches Gleichgewicht einfrieren Die Rückumwandlung grün blau läuft aber sogar bei Zimmertemperatur noch mit einer endlichen, beobachtbaren Geschwindigkeit ab!

Hieraus und aus den ermittelten Höchstwerten der Aktivierungsenergie folgt, daß die Grün ⇌ Blau-Umwandlung mit keinerlei Ein- oder Ausbau von S-oder Cl-Ionen verbunden ist. Es kann sich nur um Diffusion von Cu+-sowie Zn++-Ionen im Zwischengitter handeln. Als Modellvorschlag für das blauleuchtende Cu-Zentrum ergibt sich hieraus und aus anderen Kriterien: ein Cu+-Ion im Zwischengitter neben einem Cu+-Ion auf einem Gitterplatz.

Ancillary