Magnetische Untersuchungen an Gold-reichen Mischkristallen mit Titan und Vanadium

Authors


  • Herrn Professor Dr. Walther Gerlach zum 70. Geburtstage gewidmet

Abstract

Im α-Mischkristallgebiet des Goldes mit Titan und Vanadium wurden zwischen 90° und 900° K Suszeptibilitätsmessungen durchgeführt. Titan tritt mit einem der Konzentration proportionalen temperaturunabhängigen Paramagnetismus in das Goldgitter ein. Vanadium zeigt im Gold gelöst ein Übergangsverhalten zwischen dem Titan und dem Chrom, das ebenso wie die folgenden Übergangselemente mit magnetischem Ionenmoment eingebaut wird. Die Suszeptibilität des gelösten Vanadiums setzt sich additiv aus einem temperaturunabhängigen und einem Curie-Weiss-Anteil zusammen, die beide nicht der Konzentration proportional sind. Bezogen auf 1 g-Atom Zusatz fällt der Curie-Weiss-Anteil rasch ab, so daß sich die Zahl der Momente prog-Atom Legierung zwischen 1 und 15 At.-% nur wenig ändert. Es werden Deutungsmöglichkeiten besprochen, die einerseits die Bandtheorie, andererseits Friedels Vorstellung von lokalisierten d-Zuständen mit Resonanzverbreiterung und Austausch-Aufspaltung benutzt.

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