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Abstract

Es wird versucht, die Entstehung der Heteroladung von Elektreten und ihre lange Relaxationszeit an Hand einer Theorie über Raumladungspolarisationserscheinungen von J. Ross Macdonald zu erklären. Es zeigt sich dabei, daß bei Karnaubawachs für nicht zu große Polarisationszeiten eine Beschreibung mit dieser Theorie möglich ist, während bei sehr langen Polarisationszeiten Abweichungen auftreten. Die Diskrepanzen erklären sich aus einer zunehmenden Verletzung der in der Theorie enthaltenen Randbedingungen und der Ungültigkeit einiger für die Rechnung notwendiger Näherungen. In der Schlußfolgerung, daß es sich bei dem langdauernden Effekt um eine Rekombinationsrelaxation handelt, stimmen wir mit K. Antenen überein, der zur Erklärung jedoch an frühere Arbeiten von Thomson, Mie und Herzfeld anknüpft. Kürzlich durchgeführte Untersuchungen an einer Modellsubstanz haben befriedigende Übereinstimmung mit obiger Theorie ergeben.