Zur Theorie der Kernspaltung. I Die Kernkraftwechselwirkung zwischen den Bruchstücken

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Abstract

Die Fong-Newtonsche Theorie der Kernspaltung wird durch die explizite Berücksichtigung der Kernkräfte, die zwischen den Spaltstücken auch noch nach ihrer Trennung wirksam sind, modifiziert. Der Spaltungsprozeß erfolgt über ein virtuelles Niveau des Zweiteilchen-Systems der beiden Fragmente, dessen Höhe aus den experimentell bekannten Werten der mittleren kinetischen Energie der Bruchstücke bestimmt wird. Die relative Spaltungswahrscheinlichkeit wird mit der Durchdringungswahrscheinlichkeit der durch das Zusammenspiel von Kernkraft und Coulombkraft entstehenden Potentialschwelle identifiziert. Durch die Forderung, daß die Theorie die bei der Spaltung auftretende Massenverteilung reproduziert, wird die Größe der Kernkraftwechselwirkung festgelegt. Die so erhaltenen Werte liegen in der zu erwartenden Größenordnung, ihre Variation mit dem Verhältnis der Massen der beiden Bruchstücke scheint mit der Herausbildung abgeschlossener Schalen in den Fragmenten in Verbindung zu stehen.

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