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Abstract

Für den Forschungsreaktor in Garching bei München wurde ein Betaspektrometer gebaut, um damit die Konversionselektronen aus (n, γ)-Prozessen zu messen. Das Präparat befindet sich neben dem Reaktorkern. Die Elektronen treten durch ein evakuiertes Rohr durch die Reaktorabschirmung in die Halle aus und laufen dort in das Betaspektrometer. Dieses ist ein flaches Spektrometer, das die Elektronen durch ein teilweise homogenes, teilweise inhomogenes magnetisches Sektorfeld um 90° ablenkt und doppelt fokussiert. Bei einer Präparatfläche von 10·30 mm2, einem Raumwinkel von 10−5 sterad/4π, einer Transmission von 3·10−6 und einer Luminosität von 3·10−5 cm2 wurde eine Halbwertsbreite der Linien im Impulsmaßstab von 0,11% erreicht. Es können Elektronen zwischen 35 keV und 10 MeV gemessen werden.

Die ganze Anlage wurde zuerst außerhalb des Reaktors aufgebaut, um sie auszuprobieren und zu justieren. Das Spektrometer wurde mit den bekannten Konversionslinien von Cs 135–Ba 137 und Au 198–Hg 198 geeicht. Dabei wurden auch die Konversionsverhältnisse von Cs 137–Ba 137 und Au 198–Hg 198 bestimmt.

Mit dem außerhalb des Reaktors aufgebauten Spektrometer wurde das Konversionsspektrum von Dy 165–Ho 165 gemessen. Dabei wurden drei Linien mit den folgenden Konversionsverhältnissen gefunden:equation image.