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Abstract

In einer Doppelionisationskammer wird die kinetische Energie der beiden bei der Spaltung von Uran 235 auftretenden Fragmente gemessen; ein Szintillationszähler dient zum Nachweis der Gammaquanten und ihrer Energie. Die Zählimpulse werden elektronisch verarbeitet, so daß im Falle einer Koinzidenz ein dem Massenverhältnis der Fragmente sowie ein der Gamma-Energie proportionaler Impuls photographisch in einem zweidimensionalen Vielkanalverfahren gespeichert werden. Die beobachteten Koinzidenzspektren werden gegen den Einfluß der prompten Spaltungsneutronen korrigiert und mittels der inversen Matrix des spektralen Nachweisvermögens zu Energiespektren entfaltet.

Im einzelnen wird gefunden: Die absolute Gamma-Ausbeute beträgt γ = 7,93 ± 0,48 Quanten/Spaltung. Die absolute Gamma-Ausbeute in Abhängigkeit vom Massenverhältnis der Fragmente ist bei M1/M2 = 1,2 deutlich und bei M1/M2 = 1,9 schwach erkennbar erhöht.

Das reduzierte Energiespektrum in Abhängigkeit vom Massenverhältnis der Fragmente zeigt bei Eγ = 160 keV eine Bevorzugung der symmetrischen Spaltung; eine Linie bei 340 keV ist dem wahrscheinlichen Spaltungsmodus zuzuordnen.

Durch Integration folgt aus dem Energiespektrum die Gamma-Energie in Abhängigkeit vom Massenverhältnis der Fragmente.