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Abstract

Die absoluten Positronenaktivierungsquerschnitte mehrerer (n, 2n)-Prozesse und der Reaktion Ni58 (n, p) Co58 wurden im „weißen” Neutronenspektrum des Forschungsreaktors München bestimmt. Zur Eliminierung der hohen Untergrundaktivität, die vor allem von (n,γ)-Prozessen herrührt, wurde eine Differenz-Koinzidenzmeßmethode angewandt, bei der die Positronenaktivität durch Koinzidenzen zwischen den Vernichtungsquanten in zwei einander gegenüberstehenden Szintillationszählern nachgewiesen wurde. Die Ermittlung der totalen Nachweiswahrscheinlichkeit der Anordnung für Vernichtungsquantenkoinzidenzen erfolgte mit einem kalibrierten Na22-Präparat. Als Bezugsprozeß zur Absolutbestimmung der Wirkungsquerschnitte diente die Reaktion S32 (n, p) P32, deren energieabhängiger Aktivierungsquerschnitt bekannt ist.

Aus den Messungen läßt sich ein über den gesamten Spaltfluß gemittelter Reaktionsquerschnitt und ein mittlerer Wirkungsquerschnitt für den Energiebereich oberhalb der Schwellenenergie der untersuchten Reaktion herleiten. Letzterer wird mit berechneten Werten verglichen, die sich aus der Kontinuumstheorie von Feshbach und Weißkopf ergeben. Es zeigt sich eine befriedigende Übereinstimmung zwischen den theoretischen und experimentellen Resultaten. Im Einklang mit einer Hypothese von Hurwitz und Bethe ist kein genereller Unterschied im Verlauf der (n, 2n)-Querschnitte zwischen Targetkernen mit gerader, ungerader und magischer Anzahl der Protonen oder Neutronen festzustellen.