Thermodynamische Potentiale und Nachwirkungserscheinungen bei ferroelektrischen Kristallen

Authors


Abstract

Die Zweckmäßigkeit verschiedener thermodynamischer Potentiale in der Ferroelektrizität wird diskutiert. Es wird ein einfaches Schema zur expliziten Formulierung von Potentialfunktionen vorgeschlagen. Für Seignettesalz als Beispiel wird allein aus der Forderung der Stabilität des Kristalls, der richtigen Kristallsymmetrie und des Curie-Weisschen Gesetzes für die Dielektrizitätskonstante in der ferroelektrischen Richtung explizit eine einfache Funktion hergeleitet, die alle wesentlichen Eigenschaften dieses Stoffes wiedergibt. Anschließend wird kurz ausgeführt, wie sich Nachwirkungserscheinungen durch zeitabhängige Zustandsvariablen oder komplexe Entwicklungskoeffizienten (= Stoffgrößen) im Rahmen der Potentiale wiedergeben lassen.

Ancillary