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Abstract

Die Impedanz des freien Raumes, die durch den Quotienten von Induktionskonstante μ0 und Influenzkonstante ϵ0 gegeben ist, entgeht weithin der Aufmerksamkeit, die sie als universelle Naturkonstante verdient. Dies kommt daher, daß im CGS-System μ0 und ϵ0 als Maßsystemkonstanten betrachtet werden, die man willkürlich festsetzen kann. Wenn man sich stattdessen an die experimentell bestimmbaren Werte für μ0 und ϵ0 hält und diese dimensionskorrekt schreibt, dann hat die Impedanzkonstante den eindeutigen Wert z = 377 V/A und liefert in dieser Form einen nützlichen Beitrag zur Geschlossenheit des physikalischen Begriffssystems. Unter Heranziehung der Impedanzkonstanten kann man nämlich aus den universellen Naturkonstanten eine Reihe von äquivalenten natürlichen Einheitensystemen bilden, die andernfalls nicht angebbar sind. Die so erhaltenen Einheiten zeigen, wie vielfach die Impedanzkonstante im traditionellen Rahmen der Dimensionen Strom, Spannung, Zeit und Länge mit anderen Naturkonstanten verflochten sein kann. Sie bestätigen damit die begriffliche Gleichrangigkeit der Impedanzkonstanten und der übrigen, bekannteren Naturkonstanten, was im Hinblick auf die Rolle der Impedanzkonstanten in der Molekülphysik von Bedeutung ist.