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Abstract

Auf der Grundlage der in Teil I [14] ermittelten günstigsten Bedingungen für die Anregung von UHF-Plasmaschwingungen durch monoenergetische Primärelektronen wurde der Zusammenhang von anomaler Elektronenstreuung und der Lage des UHF-Schwingungsprofils vor der Kathode untersucht. Als Maß für die anomale Streuung diente die aus den Sondenkennlinien ermittelte „Übergeschwindigkeit” der gestreuten Einschußelektronen, d. h. die Differenz zwischen dem Potential der Elektronenkanone und dem negativen Sondenpotential, bei dem überschnelle Elektronen mit der Sonde erstmalig nachweisbar waren. Die Untersuchungen ließen ein örtliches Zusammenfallen von Streuregion (Streuzone und Bereich konstanter „Übergeschwindigkeit”) und UHF-Schwingungsprofil erkennen; sowohl vor als auch hinter dem Schwingungsprofil trat keine Änderung der „Übergeschwindigkeit” der Primärelektronen in Erscheinung. Weitere Anhaltspunkte für einen Geschwindigkeitsmodulationsprozeß im Sinne von Merrill und Webb konnten dagegen nicht gefunden werden. Zur Deutung der Ergebnisse wird ein Wechselwirkungsprozeß der Primärelektronen mit dem Plasma postuliert, wobei die Elektronenstreuung und die Anregung der UHF-Schwingungen gleichzeitig, jedoch unabhängig voneinander auftreten sollten. Die Mitwirkung einer kathodennahen Sonde bei diesem Prozeß wird in Erwägung gezogen.