Magnetisches Verhalten der Mischkristalle von Rhodium und Ruthenium mit Eisen und Kobalt

Authors


  • Mitteilung XII der Reihe: „Zum Dia- und Paramagnetismus in metallischen Mischkristallreihen”. Vgl. [42].

Abstract

In den Mischkristallreihen Rh[BOND]Co und Ru[BOND]Co setzt bei einer kritischen Co-Konzentration ferromagnetisches Verhalten ein. Die χ−1(c)-Kurven gehen bei ckrit gegen Null. Das wird in der Bandtheorie durch die Stoner-Gleichung 1/χ = 1/χ0 – α = 0 dargestellt; darin ist χ die gemessene, Z0 die wechselwirkungsfreie Suszeptibilität und α ein Molekularfeldparameter. Die Befunde werden mit dem Verhalten von Rh[BOND]Ni und Rh[BOND]Pd verglichen, bei denen α wenig von der Konzentration abhängt, während bei Rh[BOND]Co der Steilanstieg von χ(c) auf schnelles Anwachsen von α bis ∼ 10 At.-% Co hinweist. Dafür sind offenbar lokale Co-Momente verantwortlich zu machen, auf die aus der Temperaturabhängigkeit von χ geschlossen wird. Die Ru[BOND]Co-Legierungen verhalten sich ähnlich; jedoch wird χ erst bei etwa höherer Co-Konzentration T-abhängig.

Dagegen sind Rh[BOND]Fe- und Ru[BOND]Fe-Mischkristalle antiferromagnetisch, im Einklang mit dem Antiferromagnetismus des reinen Fe im kubisch flächenzentrierten und im hexagonalen Gitter. Auch verdünntes Fe bildet im Rh-Gitter lokale Momente, im Ru-Gitter jedoch nicht.

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