SEARCH

SEARCH BY CITATION

Abstract

Beim Vorliegen allein der direkten Dipol-Dipol-Wechselwirkung (DDWW) zwischen gleichen kernmagnetischen Momenten in einer sonst diamagnetischen Festkörperprobe (starres Gitter) verschwindet die NMR-Linienbreite bei Rotation der Probe unter dem magischen Winkel α0 zwischen Drehachse und H0-Feldrichtung auch bei hoher Drehzahl nicht. Zur Berechnung der Restlinienbreite wird eine modifizierte Form des Verfahrens von van Vleck verwendet. Obwohl die Lösung des Wechselwirkungsproblems quantenmechanisch exakt möglich ist, wird die Verwendung der zweiten störungstheoretischen Näherung als praktisch bei weitem ausreichend gefunden. Bei Annahme eines Gaussprofils der NMR-Linie erhält man Werte der Restlinienbreite, die durch die geometrische Anordnung der Kernmomente bestimmt sind und die mit steigender Arbeitsfrequenz abnehmen. Außerdem tritt eine ebenfalls von der geometrischen Anordnung der Kernmomente bestimmte Linienverschiebung auf, deren Größe ebenfalls mit steigender Arbeitsfrequenz abnimmt. Die quantitative Veränderung der Größe von Restlinienbreite und „geometrischer” Verschiebung beim Vorliegen ungleicher magnetischer Momente ist einfach zu überblicken.