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Abstract

Ausgehend von der Selbstkonsistenzforderung werden für die elektromagnetischen Anregungen in idealen Kristallen mit mehreren Molekülen pro Elementarzelle Gleichungen für die lokalen elektrischen Feldstärken in Dipolnäherung abgeleitet, wobei nur der lineare Fall betrachtet wird. Die Anzahl der sich nach FOURIER-Transformationen ergebenden gewöhnlichen miteinander gekoppelten Vektorgleichungen ist gleich der Anzahl der Moleküle pro Elementarzelle. Unter Ausnutzung der Einschränkungen, die sich aus Symmetrieforderungen ergeben, werden diese Gleichungen für optisch einachsige Kristalle mit 2 Molekülen pro Elementarzelle in nullter Näherung gelöst, wobei sich gleichzeitig Beziehungen zwischen den molekularen Suszeptibilitäten und dem makroskopischen Permeabilitätstensor ergeben, welche die bekannten Formeln von CLAUSIUS-MOSSOTTI bzw. LORENTZ-LORENZ verallgemeinern. Die molekularen Suszeptibilitäten der beiden Molekülsorten gehen nicht nur als Summe, sondern auch als Produkt in diese Formeln ein. Daraus resultieren Aufspaltungen in den Exzitonenspektren dieser Kristalle, die in der Exzitonentheorie als DAWYDOW-Aufspaltungen bekannt sind. Für die in den Gleichungen vorkommenden schlecht konvergierenden Gittersummentensoren werden Umformungen in schnell konvergierende Ausdrücke angegeben, die nach der Methode von EWALD berechnet wurden.