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Abstract

Die Messung von mechanischen und dielektrischen Relaxationserscheinungen liefert Aussagen über die zwischenmolekularen Wechselwirkungen. Diese sind in Gasen weitgehend geklärt, während man bei Flüssigkeiten und amorphen Festkörpern (Hochpolymeren) auf vereinfachende Modellvorstellungen angewiesen ist. Obwohl der anwendungstechnische Schwerpunkt heute bei den Relaxations-Untersuchungen an Hochpolymeren liegt, sollen hier doch die gemeinsamen physikalischen Grundlagen der mechanischen und dielektrischen Relaxationserscheinungen aufgezeigt werden. Weiter wird ein Überblick über das Relaxationsverhalten von Gasen, Flüssigkeiten und amorphen Festkörpern (Hochpolymeren) gegeben. Diese Fragen waren das Hauptthema der 60. Hauptversammlung der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie [1]. Nicht behandelt werden Relaxationserscheinungen, die durch chemische Gleichgewichte bedingt sind, sowie das gesamte Gebiet der magnetischen Relaxationserscheinungen.